Hoffnungen für die Zukunft

Uwe Schwerer

Von Uwe Schwerer

Di, 10. September 2019

Ringen

Die Ringer-Staffeln aus Schuttertal und Lahr fahren ganz unterschiedliche Ergebnisse ein, ziehen aber jeweils positive Schlüsse.

LAHR. Der RSV Schuttertal musste zum Saisonauftakt der Ringer-Oberliga beim KSV Appenweier eine nicht ganz unerwartete Niederlage einstecken. Doch die Art und Weise wie das Team von Mario Lauer auftrat, lässt für die Zukunft hoffen, zumal Neuzugang Niklas Erke noch nicht zur Verfügung stand. Mit einem sicheren Heimsieg gegen den hoch gehandelten ASV Vörstetten startete die RG Lahr in der Kuhbacher Schulturnhalle in ihre zweite Verbandsligarunde.

KSV Appenweier – RSV Schuttertal 16:11 (eo). Von den zehn Kämpfen konnte der RSV Schuttertal fünf für sich entscheiden. Den Ausschlag für den Gastgeber gaben die höheren Siege. Die Teamleitung und die Mannschaft können nach dieser gezeigten Leistung jedoch mit Zuversicht an die nächsten Aufgaben herangehen. Auch den kurzfristigen verletzungsbedingten Ausfall von Johannes Hummel kompensierte der RSV gut.

Mit Spannung erwarteten die Ringerfans das Duell in der Klasse bis 66 Kilo im freien Stil. Hier trafen Appenweiers Freistil-Ass Eduard Semke und das 16-jährige Nachwuchstalent Luca Munz aufeinander. Die Siegpunkte holte sich Semke mühsam in der ersten Runde, danach ließ das Schuttertäler Talent nichts mehr zu und forderte seinem Gegner alles ab. Daniel Zehnle musste den verletzten Johannes Hummel vertreten und gewann mit 7:0 gegen Thomas Walz.

Auch Carlos Kiesel, der seine Premiere in der Oberliga feierte, schlug sich wacker, verlor jedoch mit 1:4 gegen Johannes Kiefer. Für die Punkte des RSV sorgten darüber hinaus Martin Himmelsbach, Dominik Fehrenbacher und Raphael Fehrenbacher.
RG Lahr – ASV Vörstetten 20:12 (uws). Nach dem überraschend deutlichen Sieg sagte der rundum zufriedene Lahrer Trainer Andreas Steinbach: "Wir haben die Früchte der harten und intensiven Vorbereitung geerntet." Eigentlich war der Gegner als Favorit in den Abend gestartet, was spätestens beim Abwiegen deutlich wurde, als dessen Kader feststand. Doch am Ende konnten die Gäste lediglich zwei Kämpfe für sich entscheiden.

Da die RG Lahr sich leistete, die 130-Kilo-Klasse unbesetzt zu lassen und den eigentlich dafür vorgesehenen Sascha Herbertshagen in die Reserve umdirigierte, stand es nach vier Kämpfen bereits 3:12 – ein Zwischenstand, den die Lahrer Ecke im Wissen um die eigene Stärke nicht aus der Ruhe brachte. Es folgte eine beeindruckende Serie von 17:0 Punkten für die Gastgeber.

Einen der Schlüsselkämpfe lieferte Mike Köln gegen Selimchan Jangubaev, der Gewicht hatte machen müssen und konditionelle Probleme offenbarte. Als Köln mit 0:10 zurücklag, hielt er das Tempo hoch und gewann noch knapp in letzter Sekunde, nachdem der Gegner eingebrochen war. Auch Eugen Schell hatte in Evazali Ahmadi einen sehr starken Gegner, den er bis zur letzten Sekunde sehr konsequent bekämpfte.

Der begeistert empfangene Rückkehrer Julian Steinbach sah sich dem früheren deutschen Jugendmeister Alexander Truschakov gegenüber. Steinbach machte die entscheidenden Punkte zu Beginn und verteidigte sie gegen den starken Gegner bis zum Ende.