Rückgewinnung von Phosphor

BZ-Redaktion

Von BZ-Redaktion

Sa, 02. November 2019

Kreis Emmendingen

Schoch im Wehrle-Werk.

EMMENDINGEN (BZ). Der Grünen-Landtagsabgeordnete Alexander Schoch hat sich zu einem Informationsgespräch mit Vorstand Heiner Steinberg und Christoph Kornmayer aus der Entwicklungsabteilung der Energietechnik des Emmendinger Wehrle-Werks getroffen. Schoch stellte laut einer Pressemitteilung die Phosphorrückgewinnungsstrategie des Landes vor. Bereits seit dem Jahr 2012 werde Phosphor aus Klärschlämmen zurückgewonnen. Eine wichtige Rolle spiele in der Strategie die vom Land finanzierte großtechnische Anlage auf der Kläranlage des Abwasserzweckverbandes Offenburg, die Phosphor aus Klärschlamm rückgewinnt. Darüber hinaus soll in einer neuen Verbrennungsanlage des Zweckverbands Abfallbehandlung Kahlenberg (ZAK) in Ringsheim Phosphor aus der Asche von Ersatzbrennstoffen gewonnen werden.

Aufgrund der wachsenden Erdbevölkerung, der Abhängigkeit von wenigen Lieferländern und der steigenden Verunreinigungen von Rohphosphaten müsse die langfristige Versorgung mit Phosphor sichergestellt sein, schreibt Schoch in seiner Mitteilung weiter.

Außerdem vertritt Schoch die Auffassung, dass sich mit der Novellierung der Klärschlammverordnung von 2017 wird der Druck auf die kommunalen Kläranlagen erhöht, da für die größenklassenabhängig ein Phosphor-Recycling in den Wirtschaftskreislauf ab 2029 verpflichtend ist.