Sägen, seilen und schmieden wie zu Großvaters Zeiten

BZ-Redaktion

Von BZ-Redaktion

Di, 03. September 2019

Zell im Wiesental

Am Tag des offenen Denkmals am 8. September beteiligt sich die Alte Schmiede Mambach mit großem Rahmenprogramm / Germane bewirten im Bürgerhaus.

ZELL-MAMBACH (BZ). Die Alte Schmiede Mambach feiert am Sonntag, 8. September, am Tag des offenen Denkmals ihr 300-jähriges Bestehen. Geöffnet hat sie von 11 bis 17 Uhr mit einem großen Rahmenprogramm. Die Schmiede ist das einzige Denkmal im Oberen Wiesental, dass sich am Aktionstag beteiligt. Im Zentrum stehen Führungen durch Schmiede und Wohnhaus sowie Demonstrationen an Esse und Amboss. Unter Federführung von Schmiedemeister Bernhard Rudigier aus Albbruck werden Eisenreifen auf Holzspeichenräder aufgezogen. Kunstschmied Marcel Rosello aus Schopfheim wird an der Doppelesse in der Schmiede und im Außenbereich sein Können demonstrieren. Zu den weiteren Höhepunkten gehören die Seilerei des Schönauer Heimatmuseums Klösterle, Vorführungen der Familie Hierholzer mit ihrer historischen Säge und Spaltmaschine, und Einar Decker zeigt, wie man eine Sense fachgerecht dengelt. Im Mambacher Bürgerhaus nebenan werden alte Bilder aus der Geschichte des Dorfs ausgestellt. Als musikalische Höhepunkte spielt zum Frühschoppen die Feuerwehrmusik Mambach, und am Nachmittag gibt es zwei Auftritte der Alphornfreunde. Die Germane Mambach sorgen im Bürgerhaus für die Bewirtung. Die Kaffeestube befindet sich im alten Wohnhaus der Schmiede mit Waffeln.

Im August 2012 war mit der Restaurierung der Schmiede begonnen worden. Dazu gründeten Bürger von Mambach mit den Eigentümern den Verein "Alte Schmiede Mambach", um das anspruchsvolle Projekt gemeinsam auf eine solide Basis zu stellen. 2013 wurde die ehemaligen Schmiede der Familie Gerspacher vom Landesdenkmalamt offiziell als Kulturdenkmal eingestuft. Immer wieder finden dort Vorführungen statt.