Saisonale Bremsspuren am Arbeitsmarkt

Michael Baas

Von Michael Baas

Sa, 11. Januar 2020

Basel

Arbeitsmarkt Nordwestschweiz.

BASEL/LIESTAL/AARAU (alb). Im Kreis Lörrach steigt die Arbeitslosigkeit bereits seit Juni. Der Arbeitsmarkt der Nordwestschweiz zeigte sich da zuletzt robuster. Im Dezember sind mit gewissen Nuancen aber auch in den fünf Kantonen (Aargau, Basel-Stadt und Baselland, Solothurn und Jura) – zumindest – saisonale Bremsspuren zu beobachten. Im Vergleich zum November stieg die Arbeitslosigkeit dort zwischen 0,2 und 0,3 Prozent, bleibt aber weiter auf tiefem Niveau zwischen zwei (Baselland) und vier Prozent im Jura, der schweizweit die höchste Arbeitslosigkeit hat. Landesweit lag die Quote bei 2,5 Prozent, 0,2 Prozent höher als im November, aber 0,1 niedriger als im Dezember 2018. Das liegt zwar leicht über dem Jahresmittel von 2,3 Prozent, gleichwohl meldet die Schweiz damit die niegeringste Arbeitslosigkeit seit 20 Jahren.

Den höchsten Anstieg im Vergleich zu November verzeichneten der Aargau und der Jura mit jeweils 0,3 Prozent. Erstere meldet für Dezember eine Arbeitslosenquote von 2,7 Prozent. Die geringste Quote hat weiterhin Baselland mit zwei Prozent, vor Solothurn (2,1 Prozent). In Basel-Stadt liegt die Quote bei 3,1 Prozent, das sind 0,2 mehr als im November aber 0,2 weniger als im Dezember 2018. Damit ist der Stadtkanton der einzige der fünf, der im Jahresvergleich eine weiter sinkende Arbeitslosigkeit verbuchte.

In absoluten Zahlen registrierten die fünf Kantone im Dezember zusammen 21 092 Arbeitslose (November: 19 099) Auf Basel-Stadt entfallen davon 3253, 183 weniger als im Dezember 2018, aber 230 mehr als im November. Baselland meldet 3025 Arbeitslose, das sind 17 mehr als im Vorjahresmonat und 375 mehr als im November. Der Aargau registrierte 10 166 Arbeitslose, 287 mehr als Ende 2018 und 970 mehr als im November. Unter dem Strich waren in den fünf Kantonen 4996 freie Stellen gemeldet (November: 5693), davon entfällt knapp die Hälfte oder 2549 auf die Basler Kantone. Im Vergleich zu Dezember 2018 ist das ein Plus von fast 700 Stellen.