Sanktionen gegen Hacker

dpa

Von dpa

Fr, 31. Juli 2020

Ausland

Geheimdienste betroffen.

Die Europäische Union hat Sanktionen gegen mehrere Hacker aus Russland und China verhängt. Wie der Rat der Mitgliedstaaten am Donnerstag in Brüssel mitteilte, richten sich die Strafmaßnahmen gegen insgesamt sechs Einzelpersonen und drei Organisationen. Dazu gehören Einreiseverbote. Zudem kann die EU Vermögenswerte einfrieren. Betroffen sind vier russische Agenten, denen die EU einen versuchten Cyberangriff gegen die Organisation für das Verbot von Chemiewaffen in Den Haag vorwirft. Zudem sind das Hauptzentrum für Spezialtechnologien des russischen Militärgeheimdiensts GRU sowie zwei mutmaßliche Mitglieder der chinesischen Hackergruppe APT10 gelistet. Die Chinesen sollen bei einer Aktion mit dem Namen "Cloud Hopper" IT-Dienstleister in aller Welt angegriffen haben.

Als Grund für die Strafmaßnahmen werden von der EU auch die Angriffe mit den Schadprogrammen WannaCry und NotPetya genannt. Damit wurden Computer verschlüsselt und Lösegelder gefordert. Betroffen waren auch Anzeigen auf Bahnhöfen in Deutschland. Gegen einen Hacker, der für den massiven Hacker-Angriff auf den Bundestag 2015 verantwortlich gemacht wird, laufen die Vorbereitungen für Sanktionen hingegen noch. Sie sollen in den kommenden Wochen abgeschlossen werden.