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Porträt

Sascha Lobo, der Mann, der Deutschland das Internet erklärt

Sascha Lobo, der Mann mit dem orange-roten Hahnenkamm, gilt als Deutschlands Internet-Erklärer. Er kennt sich aus mit Hass im Netz – und weiß, wann er besser offline gehen muss.

Berliner Messehallen. Der Bundesverband Deutscher Omnibusunternehmer lädt zum Fachkongress. Soeben hat Alexander Dobrindt mit sagenhafter Monotonie sein Verkehrsministergrußwort heruntergespult. Jetzt starren 300 Geschäftsmänner auf eine Frisur mit Mensch dran. Sascha Lobo sagt Hallo und dass er statt der angekündigten 20 Minuten wohl etwas länger sprechen werde. Doch das sei sicher kein Problem, Vertreter der hier anwesenden Branche seien schließlich flexible Zeitangaben gewohnt.

Der digitale Wandel ist viel dramatischer
Dann erzählt er vom Internet. Wie die Digitalisierung alle Lebensbereiche durchwirke. Dass der durchschnittliche Nutzer 221-mal am Tag auf sein Smartphone schaue. Wie Tausende durch den Central Park stolperten, um ein seltenes Pokémon zu fangen. Seine eigentliche Botschaft lautet: Der digitale Wandel ist dramatischer, als man es sich vorstellen kann – er betrifft auch Deutschlands Omnibusunternehmer. Ältere Herren zücken ihre Handys und fotografieren Lobos Powerpoint-Folien von der Wand ab.

Sascha Lobo, 42, roter Iro, schwarzer Anzug. Wo er auftritt, wird er als Deutschlands Digital-Experte, Alpha-Blogger, Internet-Erklärer angekündigt. Sein Gesicht kennen wahrscheinlich mehr Deutsche als das des Google-Chefs. Am Donnerstag zeigt ZDFneo seinen ersten Film: "Manipuliert" ist eine Dokumentation über die Wirkung des Netzes auf die Gesellschaft.

Sascha Lobo ist auch Anfeindungen gewohnt. Er hat zahllose Neider. Manche sagen, er sei ein Aufschneider und Blender. Er solle seine Fresse nicht in jede Kamera halten. Andere sagen, sie würden diese Fresse am liebsten einschlagen. Spricht man Lobo auf den Hass an, sagt er ganz ruhig: "Ich hatte schon immer das Privileg, viel ...

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