Möslestadion

SC-Frauen verlieren gegen Wolfsburg mit 2:3

Eyüp Ertan

Von Eyüp Ertan

So, 17. März 2019 um 16:34 Uhr

SC Freiburg

Gegen den Tabellenführer aus Wolfsburg verlieren die Frauen des SC Freiburg mit 2:3 (1:1). Trotz einer mehr als respektablen Leistung müssen sich die Freiburgerinnen am Ende geschlagen geben.

Die Anfangsphase
Das Spiel hielt, was die Ansetzung versprochen hatte. Bereits in der fünften Minute konnten die Freiburgerinnen in Führung gehen, wieder einmal war es Klara Bühl, die ihre blendende Form der vergangenen Wochen bestätigte und den Treffer von Sandra Starke vorbereitete. Die Antwort der Gäste folge jedoch postwendend: Nur sechs Minuten später glichen die Wolfsburgerinnen durch Pernille Harder aus – sie ließ zwei Gegenspielerinnen stehen, ehe sie flach und präzise ins untere Eck traf (11.). Anschließend verflachte das Geschehen ein wenig.

Die Innenverteidigung
Sie ist momentan, personell betrachtet, die Achillesferse des SC Freiburg – mit Virginia Kirchberger steht nur eine einzige gelernte Innenverteidigerin im Kader der Freiburgerinnen. Gemeinsam mit Aushilfsinnenverteidigerin Desiree van Lunteren erledigten die beiden aber gegen eine starke VfL-Offensive einen sehr guten Job und ließen nur selten etwas anbrennen.

Die Schiedsrichterin
Zog immer wieder den Unmut der Freiburgerinnen und der Zuschauerinnen und Zuschauer auf der Tribüne auf sich. Eine einheitliche Linie ließ sich nicht immer bei der Unparteiischen erkennen, ähnliche Entscheidungen fielen öfters zugunsten der Gäste aus Niedersachsen aus.

Das Wetter
War mehr als ungemütlich. In Durchgang eins zeigte sich der Wettergott noch gnädig, spätestens in der zweiten Hälfte aber schüttete es aber aus allen Kübeln. Die Verhältnisse auf dem Platz waren zwar lang nicht so schlimm wie unter der Woche im Pokal gegen Gladbach, als der Sportclub die Wasserschlacht mit 6:1 gewinnen konnte. Für das sonnenverwöhnte Publikum im Möslestadion aber dennoch etwas Neues.

Der Nackenschlag
Der Treffer zum 1:2 spiegelt nicht den Spielverlauf wider. Die Freiburgerinnen hatten mit Wiederanpfiff deutlich mehr Chancen, mehr als einmal verpasste es die Offensive des Sportclubs, den Ball auf der richtigen Seite des Pfostens unterzubringen. Vorne machten die Freiburgerinnen den Treffer nicht, hinten reichte Wolfsburg ein Angriff: Pia-Sophie Wolter nutzte ihre Chance in der 68. Minute und machte das wegweisende 2:1. Anschließend passierte wenig im Möslestadion – Ewa Pajor legte mit dem 1:3 in der 84. Minute nach. Auch der 2:3-Anschlusstreffer von Stefanie Sanders in der dritten Minute der Nachspielzeit änderte an der Niederlage nichts mehr.

Leere Hände
Wieder stehen die Freiburgerinnen nach einer mehr als guten Leistung gegen ein Topteam mit leeren Händen da – ein Umstand, der sich wie ein roter Faden durch die gesamte Saison der Freiburgerinnen zieht.

Der SC spielte mit: Frohms – Stegemann (78. Sanders), van Lunteren, Kirchberger, Lahr (84. Naomoto) – Gwinn, Minge, Knaak, Hegenauer – Bühl, Starke (74. Wieder)