SC Freiburg

SC Freiburg übersteht spannende Schlussphase und gewinnt erstmals in Stuttgart seit 2011

Eyüp Ertan

Von Eyüp Ertan

Sa, 19. September 2020 um 17:36 Uhr

SC Freiburg

In einem dramatischen Finale rettet sich der SC Freiburg zum Bundesliga-Auftakt gerade so über die Linie: Mit 3:2 (2:0) gewinnt der SC Freiburg das erste Spiel der Saison gegen den VfB Stuttgart.

Der SC Freiburg startet mit einem Derby-Sieg in die neue Saison. Vor 7123 Zuschauerinnen und Zuschauern konnte sich das Team von Christian Streich gegen den VfB Stuttgart mit 3:2 durchsetzen. Die Treffer für den Sportclub erzielten dabei Nils Petersen (Vorarbeit Roland Sallai, 8.), Roland Sallai (Vorarbeit Nils Petersen, 26.) und Vincenzo Grifo (Vorarbeit Lucas Höler, 48.). In der Schlussphase wurde es noch einmal brenzlig: Nach dem 1:3 von Sasa Kalajdzic (71.) und dem Anschlusstreffer durch Silas Wamangutika (81.) sah es bis zum Abpfiff nach einem Remis aus. Doch die Freiburger konnten die Führung über die Ziellinie (inklusive sechs Minuten Nachspielzeit) retten. Es ist der erste Freiburger Sieg in Stuttgart seit 2011 – der erste Sieg in Stuttgart für SC-Trainer Christian Streich überhaupt.

Frühe Führung durch Petersen

Die Hausherren, als Tabellenzweiter in die Bundesliga aufgestiegen, begannen mit mehr Ballbesitz, suchten immer wieder den Weg in Richtung Freiburger Gehäuse – dort feierte der frisch aus Mainz ausgeliehene Keeper Florian Müller sein Pflichtspieldebüt für den SC Freiburg. Den ersten Treffer des Spiel erzielten aber die Freiburger: Eine mustergültige Flanke von Roland Sallai konnte Nils Petersen früh in der Partie zum 1:0 verwerten – auch dank der Unterstützung der VfB-Defensive, die gleich mehrere Unaufmerksamkeiten verzeichnete (8.).

Zum Ende der Anfangsviertelstunde dann beinahe der Ausgleich: Nach einem feinen Steckpass von VfB-Kapitän Gonzalo Castro konnte Wamangituka frei vor SC-Torhüter Müller zum Abschluss kommen. Die Torlinie aber überquerte die Kugel nicht, da SC-Verteidiger Dominique Heintz mit einer Rettungsaktion den Ball von der Linie kratzen konnte (15.). Anschließende Umschaltbewegungen konnten die Freiburger gekonnt verteidigen.

In der 26. Minute bewiesen die SC-Spieler, dass die Stärke bei Standardsituation auch in der neuen Spielzeit Bestand hat: Nach einer Freistoßvariante konnte Roland Sallai aus kurzer Distanz abstauben (26.). Mit einer verdienten 2:0-Führung ging das Spiel in die Pause

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Nach dem Wiederanpfiff waren es die Hausherren, die die erste Großchance verzeichneten: Nach einem feinen, gechippten Ball von Didavi war es Massimo, der mit einem unpräzisen Abschluss am glänzend reagierenden SC-Torhüter Florian Müller scheiterte (47.). Im direkten Gegenzug konnten die Freiburger zuschlagen: Vincenzo Grifo konnte nach feiner Höler-Vorarbeit von fünf VfB-Verteidigern allein gelassen den Ball über die Linie bugsieren (48.).

Stuttgart mit schwacher Chancenverwertung

Die Stuttgarter verpassten im Anschluss an den dritten Freiburger Treffer, ihre Chancen besser zu nutzen – Castro brachte den Ball im leeren Tor nicht unter, Wamangituka wurde von Schmid gestört und Klimowicz verpasste einen sauberen Abschluss.

Die Stuttgarter warfen in der Schlussphase alles nach vorne, die Aufholjagd läutete Sasa Kalajdzic in der 71. Minute ein – mit einem feinen Heber hatte er SC-Keeper Müller überwinden können. Nach dem Anschlusstreffer von Silas Wamangutika (81.) wurde es immer wieder brenzlig für den SC Freiburg, Torhüter Müller zeichnete sich mit glänzenden Paraden aus.

Aber auch in der sechsminütigen Nachspielzeit schaffte es der VfB nicht, den Ball ein drittes Mal über die Linie zu bringen – so feiert Christian Streich seinen allerersten Sieg in der baden-württembergischen Landeshauptstadt, es ist der erste Derby-Sieg für den SC Freiburg seit 2012, in Stuttgart der erste seit 2011.
Die Statistik zum Spiel
VfB Stuttgart: Kobel - Anton, Kaminski (65. Kalajdzic), M. O. Kempf - Endo - Massimo (78. Cissé), Castro (60. Klement), Mangala, Wamangituka - Didavi - Klimowicz (78. Al Ghaddioui)
SC Freiburg: Fl. Müller - Schmid (77. Kübler), Lienhart, Heintz, Günter - Höfler - Sallai (77. Kwon), Jeong (88. Gulde), Grifo (89. Abrashi) - Höler - Petersen

Schiedsrichter: Benjamin Cortus (Röthenbach (Pegnitz)) - Zuschauer: 7123. Tore: 0:1 Petersen (8.), 0:2 Sallai (26.), 0:3 Grifo (48.), 1:3 Kalajdzic (71.), 2:3 Wamangituka (81.). Gelbe Karten: Didavi (1), Wamangituka (1) / Höler (1), Kübler (1)

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