Klimaforschung
Schellnhuber: "Die Chancen stehen 50:50"

BZ-Interview mit Hans Joachim Schellnhuber. Der 65-Jährige gehört zu den renommiertesten Deutschen Klimaforschern. Er hofft auf ein schnelles Ende der Kohleverbrennung.
Die überwältigende Mehrheit der Wissenschaftler ist sich einig, dass der Mensch einen erheblichen Anteil am Klimawandel hat. Warum ist das in der Öffentlichkeit anders? Da wird ja mitunter heftig in Zweifel gezogen, dass der Mensch etwas mit dem Klimawandel zu tun hat.
Schellnhuber: Die große Mehrheit der Menschen hat die Ursachen des Klimawandels durchaus verstanden, und in Paris haben vor wenigen Wochen Vertreter von fast 200 Staaten ein Abkommen verabschiedet, das im Einklang steht mit dem Stand der Forschung. Mein Kollege Stefan Rahmstorf hat gerade erst eine Studie veröffentlicht, die zeigt: Die Wahrscheinlichkeit, dass die jährlichen Wärmerekorde der letzten Zeit nicht durch den menschengemachten Klimawandel verursacht wurden, liegt zwischen 1:5000 und 1:170 000 – also weit unterhalb des Problembereichs.
BZ: ...
Schellnhuber: Die große Mehrheit der Menschen hat die Ursachen des Klimawandels durchaus verstanden, und in Paris haben vor wenigen Wochen Vertreter von fast 200 Staaten ein Abkommen verabschiedet, das im Einklang steht mit dem Stand der Forschung. Mein Kollege Stefan Rahmstorf hat gerade erst eine Studie veröffentlicht, die zeigt: Die Wahrscheinlichkeit, dass die jährlichen Wärmerekorde der letzten Zeit nicht durch den menschengemachten Klimawandel verursacht wurden, liegt zwischen 1:5000 und 1:170 000 – also weit unterhalb des Problembereichs.
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