Feuerwehr St. Peter

Schläuche werden künftig in Kirchzarten gereinigt und gewartet

Thomas Biniossek

Von Thomas Biniossek

Mo, 12. Oktober 2020 um 12:16 Uhr

St. Peter

St. Peter schließt sich gemeinsamer Werkstatt mit Kirchzarten, Buchenbach und Oberried an. Das hat der Gemeinderat jetzt beschlossen. Das Ziel: weniger Arbeit für die Wehrmänner und geringere Kosten.

St. Peters Feuerwehr wird entlastet. Der Gemeinderat beschloss in seiner jüngsten Sitzung einstimmig, dass sich die Gemeinde einer Schlauchwerkstatt mit Schlauchpool des Dreisamtals anschließt und diese zentrale Werkstatt für die Wehren gemeinsam mit Kirchzarten, Buchenbach und Oberried betreibt. "Wir müssen unsere Ehrenamtlichen, vor allem die bei der Feuerwehr, entlasten", sagte Bürgermeister Rudolf Schuler, der damit für den Beitritt warb.

Die Gemeinde Kirchzarten soll für alle Vertragspartner die Wartung und Pflege der Feuerwehrschläuche übernehmen, diese für die erforderlichen Regelüberprüfungen sowie nach Einsätzen reinigen, pflegen und nötigenfalls reparieren. Dazu bilden die vier Gemeinden – Stegen will sich an dieser Schlauchwerkstatt nicht beteiligen – einen Schlauchpool, wobei jede Wehr das Dreifache an Schläuchen in den Pool einbringt, als für die Zahl an Fahrzeugbeladung benötigt wird. "Damit ist gewährleistet, dass man bei der Abgabe der Schläuche sofort wieder einen kompletten Satz mitnehmen kann", erklärte der Bürgermeister. Zusätzliche Schläuche müsste die Gemeinde nicht kaufen, weil die geforderte Zahl bereits zur Verfügung stehe.

Pflege und Reinigung der Schläuche oblag bislang der Feuerwehr selbst. Nun wird diese aufwändige Arbeit zentral in Kirchzarten ausgeführt. Kostenlos ist das Ganze allerdings nicht. Als Jahrespauschale muss St. Peter rund 6000 Euro aufbringen, zudem kostet jede Reinigung eines Schlauches 16 Euro. Das ist allerdings neun Euro billiger, als wenn die Gemeinde nicht diesem Verbund beigetreten wäre. Deutlich günstiger als ohne Vertrag ist auch eine Schlauchreparatur mit 9,50 Euro statt 17 Euro sowie das Programmieren von Meldeempfängern in Höhe von fünf statt zwölf Euro. In der Schlauchwerkstatt könne zudem die Kleidung der Wehrkameraden nach Einsätzen kostengünstiger gereinigt werden, was auch für die Überprüfung und Desinfektion von Atemschutzgeräten gilt.