Schnelle Hilfe in Notfällen am Ort bereit halten

Mario Schöneberg

Von Mario Schöneberg

Di, 03. November 2020

Gottenheim

Defibrillatoren für Gottenheim.

Die Gemeinde Gottenheim schafft einen Defibrillator an, der beim Rathaus angebracht werden soll. Dies beschloss der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung einstimmig. Ein weiteres Gerät möchte das Gasthaus Krone der Öffentlichkeit zur Verfügung stellen. Zur Gesunderhaltung der Mitarbeiter der Gemeinde und der Aktiven bei der Feuerwehr wurde zudem die Teilnahme am Projekt Hansefit um ein Jahr verlängert.

Im Oktober 2018 hatte der Gemeinderat Gottenheims Mitgliedschaft im Verein "Region der Lebensretter" beschlossen, woran Bürgermeister Christian Riesterer jetzt erinnerte. Der Verein sucht in den Gemeinden Mitglieder, die als Ersthelfer bei medizinischen Notfällen in der Nähe wohnen und Erste Hilfe leisten können, noch bevor der Rettungsdienst vor Orteintrifft. Besonders gefragt seien hier Mitarbeiter von Rettungsorganisationen, aber auch im Ort lebende Ärzte oder medizinisches Personal. In Gottenheim haben sich unter anderem zwölf Aktive der Feuerwehr hierfür gemeldet und eine Ersthelfer-Ausbildung absolviert. Drei bis vier von ihnen werden bei einem Herz-Kreislauf-Notfall in der Nähe alarmiert.

"Aus Sicht der Gemeinde ist es aber nur konsequent, dann auch einen Defibrillator vor Ort zu haben", betonte Bürgermeister Riesterer. Aus dem Haushalt soll das Gerät, das inklusive Wartung für acht Jahre rund 5000 Euro kosten soll, vorfinanziert werden. Es wird aber auch ein Spendenkonto eingerichtet.

Sehr froh zeigte sich Riesterer zudem darüber, dass sich auch das Gasthaus Krone an dem Projekt beteiligen möchte und einen weiteren Defibrillator anschaffen will. Inhaber Heiko Isele, selbst Mitglied der Feuerwehr und ausgebildeter Ersthelfer, berichtete von einem Hausgast, der direkt vor dem Hotel mit Herzproblemen zusammengebrochen sei. Da habe er erlebt, wie lange es sich anfühlt, bis der Rettungsdienst vor Ort sei und wie wichtig es sei, selber helfen zu können. Aus dem Ratsgremium rief zudem Bernhard Strittmatter (FWG) dazu auf, noch möglichst viele in Gottenheim wohnende Ärzte und Pflegekräfte für den Verein "Region der Lebensretter" zu gewinnen.