Großes Interesse an NS-Dokumentarfilm

Vanessa Seger

Von Vanessa Seger

Mi, 09. Oktober 2019

Schönau

Premiere von "Schönau und das Wiesental zur Zeit des Nationalsozialismus" lockt 150 Zuschauer an.

SCHÖNAU. Die Premiere des Dokumentarfilms "Schönau und das Wiesental zur Zeit des Nationalsozialismus" in der Aula des Gymnasiums Schönau zog rund 150 Zuschauer an. In dem Film werden Leute interviewt, die die Zeit des Nationalsozialismus vor Ort erlebt haben und ihre Geschichten erzählen: Altbürgermeister Richard Böhler, Paula Gersbacher, Michael Schmuck, Anna Strecker und Robert Schneider. Anwesend waren der Produzent Nico Gerspacher sowie Unternehmer Markus Gromer. Die Idee zu dem rund halbstündigen Film entstand, als Gromer bemerkte, dass Juden und andere Gruppen heute noch diskriminiert und ausgegrenzt werden. Es gebe zwar schon zahlreiche Medien, die Aufklärung leisten, jedoch sollte man alle zur Verfügung stehenden Quellen nutzen und die Geschichten der Zeitzeugen nicht unbeachtet lassen. Im Film wird darauf aufmerksam gemacht, nachzudenken und einige Dinge kritisch zu betrachten und nicht sofort alles zu akzeptieren. Schulleiter Jörg Rudolf beeindruckte das Grundmotiv des Filmes, gegen das Vergessen. Die Erinnerungskultur solle Menschen dazu bringen, Fehler nicht wieder zu begehen und langfristig für Frieden in der Welt sorgen. Auch das Gymnasium Schönau möchte sich daran beteiligen, dass Schülerinnen und Schüler verstärkt über die Zeit des Nationalsozialismus aufgeklärt werden.

Zum Schluss wurde bekannt, dass es vermutlich einen weiteren Film mit anderen Zeitzeugen geben wird, zu denen die geschichtlich und politisch engagierte Lehrerin Maria Greshake bereits Kontakt hat. Ein älterer Herr aus Todtnau stellte sich sogleich als Zeitzeuge zur Verfügung.