Schopfheim

Beim Arbeitskreis Integration gibt es Fasnachtsküchle auf Italienisch

Hans-Jürgen Hege

Von Hans-Jürgen Hege

Mo, 17. Februar 2020 um 19:06 Uhr

Schopfheim

Der Arbeitskreis Integration landet mit italienischer Kost einen Volltreffer. In Schopfheim hat das dreigängige Menü auch einen Bezug zur fünften Jahreszeit. Das Rezept dazu darf natürlich nicht fehlen.

"Buono Appetito nel nostro circolo" wünschte der Arbeitskreis Integration (AKI). Guiseppe Mencarelli, Initiator, Motor und seit vielen Jahren Chef des AKI, setzte in seiner Einladung zu dem Traditionsevent "Wie schmeckt’s bei euch?", bei dem vor allem im Umfeld der Freunde des AK und der Gruppe Schopfheim hilft die Küchen in deren Zuhause kalt blieben, auf "guten Appetit in unserem Club". Er und sein emsiges Helferteam freuten sich riesig, dass die "Bude" am Samstag zur Mittagszeit im Nu knallevoll.

Hobby-Köchin Gabriela Pieroni kam sehr schnell ins Schwitzen, als sie begann, mit ihrem Dreigangmenü hungrige Münder zu stopfen. "Kommen Sie, probieren Sie, knüpfen Sie Kontakte", lockte der AKI zum Mittagstisch, auf dem sich nach den syrischen Spezialitäten vor einigen Wochen nun italienische Leckerbissen türmten: Oliven, Arancini und frittierte Kürbisblüten zum Vorglühen, deftige Lasagne Bolognese oder vegetarische Cannelloni mit Spinat und Ricotta zum Sattwerden und schließlich – passend zur fünften Jahreszeit – italienische Fastnachtsküchle als Dessert.

Kochen macht ihr Spaß

"Wie schmeckt’s bei euch?", wollten Schopfheimer, aber auch neugierige Gourmets aus der ganzen Region wissen. Italienische Gaumenfreuden versprach Gabriela Pieroni, die in Umbrien, dem italienischen Pendant zum Schwarzwald, aufwuchs und seit 1962 in Lörrach lebt. Kochen mache ihr Spaß, sagt sie.

Auch deshalb helfe sie einem Bekannten hie und da aus in dessen Großküche. Die Kurve nach Schopfheim zum Arbeitskreis Integration bekam sie auch wegen der "weitläufigen Verwandtschaft" zu Landsmann Guiseppe Mencarelli, der aus demselben Landstrich stammt und dessen Bemühungen um Integration sie voll unterstütze. Nicht nur Schopfheim, das ganze Land werde immer bunter und vielfältiger. Menschen aus den verschiedensten Regionen der Welt leben hier zusammen. Das mache, so der Arbeitskreis, "neugierig".
Termin

Am 21. März werden die Gäste im AK-Raum in der Austraße erfahren, wie es in Indien schmeckt, am 25. April stehen Kochkünste der USA auf dem Speisezettel und am 16. Mai darf Köchinnen oder Köchen aus Kamerun auf die Finger geguckt werden.

Beste Voraussetzungen dafür, diese Neugier zu stillen, sei gemeinsames Essen und die Kontakte, die Tischnachbarn über den eigenen Tellerrand hinweg locker knüpfen können, dürfen und sollen. "Besonders schön ist, dass hier auch Leute zusammenkommen, die trotz gleicher Herkunft und obwohl sie schon jahrelang hier leben und arbeiten nichts voneinander wissen", strahlt Mencarelli und kündigt an, dass sein AKI die spannende Frage "Wie schmeckt’s denn bei euch?" weiterhin und in regelmäßigen Abständen stellen werde. In allen Fällen wird es am Ende wie am Samstag wieder heißen: "Es hat gut, sehr gut geschmeckt bei euch!"
Zeppole aus Italien

Es gibt verschiedene Arten, den Teig für Zeppole (italienische Fasnachtsküchlein) herzustellen (mit gekochten Kartoffeln, mit Hefe oder als Brandteig).
Hier das Rezept mit Brandteig:

Zutaten: 300g Mehl, 100g Butter oder Schmalz, 300 ml Wasser, 1-2 Prisen Salz
4 Eier, 1 l Ausbackfett, Zimtzucker oder Puderzucker.

Zubereitung: Wasser, Butter/Schmalz und Salz aufkochen, gesiebtes Mehl auf einmal dazuschütten. Schnell mit einem Holzlöffel zu einem Teigkloß verrühren. Teigkloß "abbrennen" bis sich ein weißlicher Belag im Topfboden bildet ("Brandteig"). Von der Kochstelle nehmen und abkühlen lassen. Nach und nach die Eier unterrühren und mit dem Rührgerät (Rührhaken) weiterschlagen, bis die Masse glänzt und in dicken Zapfen vom Löffel reißt. Von Hand oder mit Gabel und Löffel beliebig große Stücke Teig (je nach Geschmack) in heißes Fett einlaufen lassen und goldbraun ausbacken. Teigstücke dabei mehrfach wenden. Auf Küchenkrepp abtropfen lassen und gleich darauf mit Zimtzucker oder Puderzucker bestäuben.