Brisantes Rotmilan-Gutachten

André Hönig

Von André Hönig

Di, 11. Oktober 2016

Schopfheim

Windparks Hasel und Gersbach könnten laut einer neuen Untersuchung offenbar doch in besonderen Schutzzonen liegen.

GERSBACH/HASEL. Ein brisantes Rotmilan-Gutachten flattert jetzt den Behörden auf den Tisch: Zwei Biologen-Büros kommen zu dem Schluss, dass sowohl das Gebiet des im Bau befindlichen Windparks Rohrenkopf (Gersbach) wie auch des beantragten Windparks Glaserkopf (Hasel) nicht ausreichend untersucht worden sei. Nachweislich brüten dort mehr Milanpaare als bislang angegeben. Die Wahrscheinlichkeit besteht, dass es sich in beiden Fällen um besonders heikle Schutzgebiete (Dichtezentren) handelt.

"Live" dabei: Es ist ein strahlender Septembertag. Sechs Menschen stehen auf einer Wiese am Ortsrand von Gersbach und schauen gebannt nach oben. Die Blicke richten sich auf ein Nest in einer Esche in fast 30 Meter Höhe. Rotmilan-Horst oder nicht? Das ist die Frage. Könnte es sich hier doch um den letzten Beweis handeln, auf den die Gersbacher Windkraftgegner hoffen: Dafür, dass es nicht nur weit mehr Horste/Brutpaare im Bereich beider Windparks gibt, als in Untersuchungen im Auftrag von Windpark-Investoren und Behörden angegeben. Sondern dafür, dass es sogar so viele sind, dass die Kriterien für ein strenges Schutzgebiet (Dichtezentrum – siehe Hintergrund) erfüllt sind.

Zwar haben die Gersbacher Windkraftgegner schon 2015 eigene Zählungen vorgelegt. Doch obwohl diese mit immensem Aufwand verbunden waren (Einsatz von Quadrocoptern und Wärmebildkameras) wurden sie weder von Behörden noch Verwaltungsrichtern als Beweis dafür akzeptiert, dass die ...

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