Ohne großen Enthusiasmus

André Hönig

Von André Hönig

Do, 31. August 2017

Schopfheim

BZ Plus BZ-SERIE GRENZWANDERUNGEN (5): Wie die Reformation ins Wiesental kam.

WIESENTAL. Die BZ-Serie "Grenzwanderungen" beschäftigt sich im Jubiläumsjahr "500 Jahre Reformation" zwar vornehmlich mit ihren späteren Auswirkungen fürs Wiesental. Gleichwohl stellt sich die Frage: Wie lief der Wechsel zum "reformierten" also protestantischen Glauben eigentlich ab? Und wie wurde dies von der Bevölkerung wahrgenommen?

Martin Luther selbst hat es nicht mehr erlebt, dass die Markgrafschaft Baden evangelisch wurde. Erst zehn Jahre nach dem Tod des Reformators erließ Markgraf Karl II. von Baden-Durlach am 1. Juni 1556 die erste protestantische Kirchenordnung. So gesehen jährt sich heuer zwar zum 500. Mal der Thesenanschlag Luthers in Wittenberg – im Gebiet der ehemaligen Markgrafschaft aber ist die Reformation nicht ganz so alt. Luther hatte zwar auch im Südwesten früh namhafte Anhänger, die überzeugt waren, dass man die Kirche angesichts ihrer Zustände von Grund auf erneuern müsse, es kursierten denn auch zahlreiche Flugschriften. Auch war Markgraf Ernst (1482 – 1553), der Vater Karls II., persönlich dem neuen Glauben zugeneigt, doch wollte er den Konflikt mit dem katholischen Kaiser vermeiden, schon weil das Gebiet der Markgrafschaft von habsburgisch-österreichischem, also kaiserliche-katholischem Gebiet umklammert war.

Der reformatorische Gedanke breitete sich jedoch zunehmend aus – auch ins Wiesental. Darauf weist der Schopfheimer ...

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