"Viele fragende Gesichter"

sge

Von sge

Mi, 19. März 2014

Schopfheim

BZ-INTERVIEW mit Heidi Zöllner, die auf der Leipziger Buchmesse einen Text auf Alemannisch vortragen durfte.

HAUSEN. Auf der Leipziger Buchmesse gab es in diesem Jahr auch Alemannisch zu hören – dank Heidi Zöllner, der Vorsitzenden der Gruppe Wiesental der Muettersproch-Gsellschaft. Die 64-Jährige hat beim Landschreiberwettbewerb zum Thema "Mit Sprache über Sprache" einen Text eingereicht und wurde nach Leipzig eingeladen. BZ-Redakteurin Sina Gesell wollte von ihr wissen, ob sie in Sachsen verstanden wurde und welche Eindrücke sie mit nach Hause genommen hat.

BZ: Frau Zöllner, ihr Text heißt "E Frog an d Muettersproch". Wovon handelt er?
Zöllner: Laut der Unesco gehört das Alemannische bereits zu den aussterbenden Sprachen. Mein Text ist auch eine Art Kritik und ein Aufruf, dass das Alemannische nicht verschwinden darf. Der Wettbewerb "Mit Sprache über Sprache" war die Gelegenheit, einen alemannischen Text einzureichen.

BZ: Haben die anderen Teilnehmer ihre Texte auch im Dialekt vorgelesen?
Zöllner: Nein, ich war die Einzige. Es waren überwiegend Teilnehmer dabei, die ein Germanistik-, Sprach- oder Literaturstudium ...

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