"Schüler werden gesehen wie Lernmaschinen"

Sarah Beha

Von Sarah Beha

Mo, 03. Juli 2017

Lahr

BZ-INTERVIEW mit dem Offenburger Professor Ralf Lankau über die Digitalisierung der Schulen und den Unterschied von Medienkompetenz und Medienmündigkeit.

"Die einzigen Nutznießer von Digitalagenda und Digitalpakt sind IT-Firmen – auf Kosten der Schülerinnen und Schüler", sagt Ralf Lankau. Sarah Beha hat mit dem Offenburger Professor über Medienkompetenz, Bildungsgerechtigkeit und seine Zukunftsprognosen gesprochen.

BZ: Sie fordern einen Digitalisierungsstopp für Grundschulen, wie sollen die Schülerinnen und Schüler dann Medienkompetenz lernen?
Ralf Lankau: Ich unterscheide zwischen Medienbedienkompetenz und Medienmündigkeit. Ein Tablet oder Smartphone bedienen können schon Zweieinhalbjährige. Medienmündig werden Kinder erst ab etwa 12, 13 Jahren. Dann sind sie in der Lage, Medien zu hinterfragen. Weiß ich, was ich inhaltlich damit tue und was dabei im Hintergrund passiert? Denn wenn Kinder fernsehen, konsumieren sie zwar passiv, aber viel mehr passiert nicht. Machen sie dasselbe im ...

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