Löffingen

Schulverbund steht vor Herausforderungen

Martin Wunderle

Von Martin Wunderle

Do, 10. September 2020 um 16:28 Uhr

Löffingen

Vor allem der Teilumzug in ein Ausweichgebäude schafft logistische Probleme für den Schulverbund aus Real- und Werkrealschule. Die Versorgung mit Lehrern reicht in allen Löffinger Schulen aus.

Der Schulverbund Löffingen startet am Montag mit 60 neuen Fünftklässlern in das neue Schuljahr. Besondere Herausforderungen sind diesmal die Corona-Verordnungen und die Sanierung des ehemaligen Realschulgebäudes, das den Umzug in ein Ausweichquartier nötig gemacht hat.

Schulverbund Löffingen

Von den Fünftklässlern besuchen 41 die Realschule und 19 die Werkrealschule, worüber sich Rektorin Silke Keller ob der großen Zahl besonders freut. Die Schüler der Realschule werden in zwei Klassen aufgeteilt, die Werkrealschüler bilden eine Klasse. Insgesamt werden am Schulverbund 19 Klassen unterrichtet, mit dabei auch wieder eine zehnte Werkrealschulklasse und eine Vorbereitungsklasse, für Schüler, die noch nicht so gut Deutsch sprechen. Mit 36 Lehrern ist der Schulverbund gut aufgestellt. Zwei neue Lehrer kommen frisch aus dem Referendariat, drei kommen aus der Elternzeit zurück. Auch die Verträge von drei Kollegen, die schon im vergangenen Schuljahr Krankheitsvertretung leisteten, werden um ein weiteres Jahr verlängert.

Größere Veränderungen wird es durch die Corona-Verordnungen vor allem im Ganztagsbereich für die Werkrealschüler geben. Gemischte Gruppen, wie sie bisher üblich waren, wird es nicht mehr geben, sagt Silke Keller. Sie werden nach Jahrgängen aufgeteilt. Auch die verschiedenen Arbeitsgemeinschaften werden nach Klassenstufen aufgeteilt, um eine Durchmischung zu verhindern. Die Einschulung der Klassen erfolgt ebenfalls jeweils separat. Die Eltern müssen sich derweil in einem anderen Raum aufhalten.

Die zweite große Herausforderung, vor der die Schule steht, ist die Sanierung des Realschulgebäudes, denn das Ausweichgebäude liegt gut fünf Minuten zu Fuß vom benachbarten ehemaligen Hauptschulgebäude entfernt, in dem noch Unterricht stattfindet. Dort sind hauptsächlich die höheren Klassen untergebracht. Denn die jüngeren brauchen öfters Auskünfte vom Sekretariat, das ebenfalls im Ausweichgebäude untergebracht ist. Die Schulleitung werde aber versuchen, zumindest die Klassenlehrer in ihren jeweiligen Gebäuden zu belassen. In beiden Gebäuden gibt es Lehrerzimmer. Für die beiden Fächer Bildende Kunst und Französisch ist das allerdings nicht möglich, weil man dort zu wenig Lehrer habe, so dass diese zwischen den Gebäuden wechseln müssen. Der Gebert-Saal wird im kommenden Schuljahr zum Musiksaal und der Mehrzweckraum zum Zimmer für den Unterricht in Bildender Kunst.

Schwierig ist die Trennung aber auch für die Schulleitung. Während Rektorin Silke Keller ihr neues Zimmer im Ausweichgebäude bezogen hat und auch das Sekretariat dorthin verlegt wurde, bleibt Konrektorin Sybille Streibel im ehemaligen Hauptschulgebäude. Damit sei man sehr weit voneinander getrennt, sagt Silke Keller. Sie hofft, dass zum Schulstart am Montag alles reibungslos funktioniert.

Grundschule Löffingen

In der Grundschule Löffingen mit Außenstelle Göschweiler werden 50 Erstklässler erwartet, davon 43 in Löffingen und sieben in Göschweiler. Dazu kommen elf Kinder für die Grundschulförderklasse. Damit besuchen insgesamt 210 Schüler die beiden Standorte, 169 in Löffingen und 41 in Göschweiler. Sie sind aufgeteilt in die Klassenstufen eins und zwei mit 17 Kindern und die Klassenstufen drei und vier mit 24 Kindern.

Im kommenden Schuljahr will man vorhandene Konzepte überarbeiten, das werde als Schulentwicklungsfeld mitschweben, erläuterte Schulleiterin Stefanie Meder. Außerdem wolle die Schule die Digitalisierung weiter vorantreiben und sehen, dass man für die Schüler iPads heranschaffen könne. Einige Lehrer seien damit schon ausgerüstet. Mittelfristig wolle man die neue Technik in allen Klassen im Unterricht einsetzen.

Bacheim-Unadingen

In der Grundschule Bachheim-Unadingen ist Rektorin Susanne Marx froh, dass nach monatelanger Vorbereitung das Landesförderprogramm Digitalpakt umgesetzt werden kann. Dafür waren umfangreiche Vorarbeiten, auch am Gebäude nötig, weil die Infrastruktur gefehlt habe. Die Kosten dafür hat die Stadt übernommen, wofür sie sehr dankbar sei. Auch habe man iPads von außen gespendet bekommen, weil Endgeräte nicht im Förderprogramm enthalten sind. Was ebenfalls noch fehlt, sind die digitalen Tafeln, die nächste Woche kommen sollen. Allerdings betrifft das zunächst nur die Klassen drei und vier in Unadingen. Die erste und die zweite Klasse in Bachheim sollen im kommenden Kalenderjahr umgerüstet werden.

Lediglich acht neue Schüler kann die Grundschule in diesem Jahr begrüßen, so dass die erste und zweite Klasse teilweise zusammengelegt werden. Mit Lehrern ist man gut versorgt. Zwei Kolleginnen gehen zwar demnächst in Mutterschutz, dafür kommt eine zurück und auch aus Rötenbach erhalte man an zwei Tagen Verstärkung von einer Kollegin, so dass die Versorgung zu 100 Prozent abgedeckt sei, sagt Susanne Marx.