Schwarzenbergschule war die Beste

BZ-Redaktion

Von BZ-Redaktion

Mi, 03. März 2021

Waldkirch

Mathe im Leben GmbH und die Gisela und Erwin Sick-Stiftung richteten wieder einen bundesweiten Mathematik-Wettbewerb aus.

(BZ). Der digitale Mathematikwettbewerb "Mathe im Advent" verzeichnete im Regierungsbezirk Freiburg im Jahr 2020 erneut eine Rekordbeteiligung. Mit Unterstützung der Gisela und Erwin Sick-Stiftung nahmen erstmals mehr als 11 000 Schülerinnen und Schüler an 256 Schulen teil. Zur Belohnung zeichnete die Stiftung jetzt im Jahr 2021 die erfolgreichsten Schulen und Klassen mit Preisen im Wert von 6350 Euro aus. Aus Waldkirch war die Schwarzenbergschule die beste Grundschule im Regierungsbezirk.

Unter dem Motto "Mathe for Future – Mit den Wichteln die Probleme von morgen lösen" lösten bundesweit 170 000 Schüler der Klassenstufen 2 bis 10 täglich die Rätselaufgaben. So wurden unter anderem der Flächenbedarf von Kühen und Menschen verglichen, besonders effiziente Routen geplant, mit Robotern Schnee geschippt und Geschenke zur internationalen Raumstation transportiert.

Im Regierungsbezirk Freiburg knobelten gegenüber dem Vorjahr rekordverdächtig viele Mathe-Fans mit. 836 Klassen (+44 %) an 256 Schulen (+57 %) waren mit von der Partie. Neun Schulen und 24 Klassen schafften es in der regionalen Auswertung auf das Siegerpodest und wurden jetzt von der Gisela und Erwin Sick-Stiftung mit Preisen von insgesamt 6350 Euro ausgezeichnet. Prämiert wurden jeweils die drei besten Schulen der verschiedenen Schulformen mit 300 Euro (1. Platz), 250 Euro (2. Platz) und 200 Euro (3. Platz). Für die jeweils drei besten Klassen der Klassenstufen 3 bis 10 gab es 200 Euro, 150 Euro und 100 Euro. Entscheidend für die Platzierungen bei den Klassen und Schulen waren die Teilnehmerzahl, die Anzahl der abgegebenen Antworten sowie der Prozentsatz der richtigen Antworten.

Glückliche Gewinner gab es von der Ortenau über den Breisgau-Hochschwarzwald bis an den Hochrhein und Bodensee. Auch Waldkircher Schulen hatten die Nase vorn. Die Schwarzenbergschule wurde beste Grundschule im Regierungsbezirk und erhielt Preisgelder über 450 Euro. Sie landete auf dem ersten Platz unter den 96 teilnehmenden Grundschulen (300 Euro). Zudem konnte sich die Klasse 4b als zweitbeste Klasse der Jahrgangsstufe 4 über einen Beitrag zur Klassenkasse von 150 Euro freuen.

Top-Platzierungen und ein Preisgeld von 450 Euro gab es auch für das Geschwister-Scholl-Gymnasium. Hier war die Klasse 5e die beste ihrer Jahrgangsstufe (200 Euro), die Klasse 6a die zweitbeste (150 Euro) und die 6c die drittbeste Klasse in der Jahrgangsstufe 6 (100 Euro).

Eine Preisverleihungsfeier im Gisela Sick-Bildungshaus in Waldkirch konnte coronabedingt nicht stattfinden. Dafür gab es die Siegerurkunden und Preisgeldgutscheine auf dem Postweg. "Wir freuen uns, dass wir in unserer Region immer mehr Kinder und Jugendliche für die Mathematik begeistern können", erklärte Renate Sick-Glaser, die Stiftungsratsvorsitzende. Eine gute mathematische Bildung sei schließlich der Grundstein für die weitere Schul- und Berufsausbildung . "Wer den Klimawandel bekämpfen möchte, den Verkehr umweltfreundlicher planen oder Künstliche Intelligenz verstehen möchte, kommt an der Mathematik nicht vorbei", betont sie. Deshalb unterstütze die Stiftung die Teilnahme an "Mathe im Advent" in allen Schulformen – von der Grundschule über die Förderschule bis hin zum Gymnasium. Das gesamte finanzielle Engagement der Stiftung für das Mathematik-Projekt belief sich auf insgesamt 80 000 Euro.

Die besten Schulen und Klassen im gesamten Regierungsbezirk waren das Kreisgymnasium Hochschwarzwald in Titisee-Neustadt, die Sommerberg-Schule in Lenzkirch für die Sekundarstufe 1 und die Schwarzenbergschule in Waldkirch.

"Mathe im Advent" ist ein Breitenwettbewerb für die Klassenstufen 2 bis 10. Diese können sich zum jährlichen Gewinnspiel anmelden und alleine im Einzelspiel oder gemeinsam im Klassenverband antreten. Die Aufgaben fördern logisches Denken und kreatives Problemlösen, wobei der Spaß im Vordergrund steht. Der Wettbewerb wird von der gemeinnützigen GmbH "Mathe im Leben" in Kooperation mit der Deutschen Mathematiker-Vereinigung ausgerichtet. Schirmherrin war Bundesbildungsministerin Anja Karliczek. In dem Teilnehmerrekord 2020 sah sie eine positive Entwicklung für die MINT-Fächer: "Deutschland ist Innovationsland und auf die guten und kreativen Ideen der Menschen in unserem Land angewiesen. Junge Menschen, die sich für Mathematik und Naturwissenschaften begeistern können, sind deshalb der Garant dafür, dass wir unseren Lebensstandard auch in Zukunft halten können. Sie erfinden und entwickeln Dinge, von denen alle Menschen profitieren. Die große Resonanz freut mich deshalb sehr."

Die Sick-Stiftung fördert Berufsbildung, Wissenschaft und Forschung mit Schwerpunkt Mathematik, Naturwissenschaften und Technik (MINT). Sie betreibt Talentförderung und vergibt Deutschlandstipendien an Hochschulen.