Abschied vom Bankgeheimnis

Schweizer Banken müssen Geschäftsmodell ändern

Claude Baumann

Von Claude Baumann

Sa, 07. Juni 2014 um 19:34 Uhr

Wirtschaft

Für die Schweizer Kreditinstitute war das Bankgeheimnis ein entscheidender Wettbewerbsvorteil: Jetzt müssen sie ohne ihn leben. Der Druck aus dem Ausland, vor allem aus den USA, war zu groß.

Was ist an dieser Bank denn noch schweizerisch?", fragt der Vermögensverwalter Beat Wittmann, der einst selber bei der Credit Suisse (CS) gearbeitet hat. "Der größte Aktionär stammt aus Katar, die geschäftlichen Risiken liegen bei der Investmentbank in London und New York, die Personalabteilung wurde nach Breslau ausgelagert, und der Chef ist ein Amerikaner."

Mit dieser Feststellung beschreibt Wittmann treffend das ambivalente Verhältnis, das viele Schweizer zur zweitgrößten Bank ihres Landes haben. Jahrzehntelang war man stolz auf diese Finanzikone, die es in der Welt so weit gebracht hatte. Nun ist alles anders, seit sich die Credit Suisse für schuldig erklärte, in der Vergangenheit amerikanischen Kunden bei der Steuerhinterziehung tatkräftig geholfen zu haben. Dafür muss sie eine Buße von 2,8 Milliarden Dollar (2,1 Milliarden Euro) bezahlen und gilt – nach Leseart des US-Gerichts – als "kriminelle Organisation".
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