Schwitzen für Brunnen in Kamerun

Ralph Lacher

Von Ralph Lacher

Fr, 06. Mai 2022

Schopfheim

Beim Wiesentäler Wasserlauf kommen 15 000 Euro zusammen, die wieder an den Dikome-Verein gehen.

Der Wiesentäler Wasserlauf bleibt eine Erfolgsgeschichte auch nach den coronabedingten Ausfällen. Die Benefizveranstaltung zog zwar bei ihrer achten Auflage am Traditionstermin, dem letzten Samstag im April, nur gut 300 Läuferinnen und Läufer an. Trotzdem kamen Spendengelder in Höhe von 15 000 Euro zusammen, die die Vertreter des Vereins "Wiesentäler Wasserlauf" um Jürgen Ekert jetzt am Wieseufer an die Dikome-Vertreter um den Vorsitzenden Richard Renz übergaben. Der Schopfheimer Verein erhielt für sein Wasserversorgungsprojekt in Kamerun auch dieses Jahr die Gesamtspendensumme. Sie wuchs mit dem achten Wasserlauf auf insgesamt 152 000 Euro an, bemerkte Ekert.

Jürgen Ekert dankte allen Teilnehmenden, besonders den Hauptsponsoren, außerdem den Feuerwehren an der Strecke, dem DRK und weiteren Helfern. Lobend erwähnte er auch Jürgen Wetzel als "gute Seele im Hintergrund", die "Pacemaker" Kai Horschig und Silke Steffens sowie Nicole Grether, die sich um die Sponsoren kümmert.

Seine Ansprache verband Ekert mit Anekdoten vom Wasserlauf 2022 und vergaß nicht, die kurze Vorlaufzeit und die erhöhten Hygienemaßnahmen zu erwähnen. Deutlich sei geworden, dass nach dem virtuellen Lauf 2020 und dem Totalausfall 2021 die Stammteilnehmenden so richtig heiß auf die Wiederbelebung waren. Dass man etwas weniger Läufer verzeichnete, habe an der kürzeren Vorlaufzeit gelegen, weshalb Firmengruppen und vor allem Grundschulklassen fehlten. Ekert zeigte sich überzeugt, dass 2023 am 29. April wieder deutlich mehr Menschen mitlaufen werden auf der 59 Kilometer langen Strecke von der Wiesequelle bis zur Mündung in Basel. Ungebrochen gut war die Unterstützung durch Sponsoren, Institutionen und Firmen.

Richard Renz vom Verein Dikome dankte herzlich für die erneute Spende. Mit dem Geld wurden bisher Brunnenprojekte in Dikome, im Dorf Bikoki unweit davon, in Bakumba und Lokando auf den Weg gebracht. Der Verein konnte im Februar nach zwei Jahren erstmals wieder nach Kamerun reisen. Dort sei man trotz schlechter Rahmenbedingungen mit den Wasserprojekten auf einem guten Weg. Renz erzählte von überwältigenden Emotionen beim Anblick von Kindern und alten Menschen, die glücklich über das saubere Trinkwasser sind. Renz regte an, dem Organisationsteam in Kamerun einmal direkt vor Ort zu zeigen, was mit den Spendengeldern geschieht.