So wenig Schadstoffe in der Luft wie nie

dpa

Von dpa

Mi, 17. Februar 2021

Deutschland

Umweltbundesamt meldet Rückgang bei Stickstoffoxid und Feinstaub / Kaum Städte über Grenzwert.

Die Belastung mit gesundheitsschädlichem Stickstoffdioxid in deutschen Städten ist im vergangenen Jahr stark zurückgegangen. Einer vorläufigen Auswertung zufolge haben 2020 so wenige Städte wie nie den durchschnittlich erlaubten Grenzwert überschritten. Das geht aus vorläufigen Daten der Bundesländer und des Umweltbundesamtes (UBA) hervor, die die Behörde am Dienstag vorgestellt hat. Demnach registrierten nur rund drei bis vier Prozent der 400 bislang ausgewerteten Messstationen Überschreitungen des Jahresmittelwerts von 40 Mikrogramm Stickstoffdioxid (NO2) pro Kubikmeter Luft. Das Umweltbundesamt erwartet, dass die Zahl der Städte, die den Grenzwert 2020 nicht einhielten, auch nach der Endauswertung im Mai unter zehn bleiben dürfte.

Den Einfluss der Corona-Maßnahmen auf die bessere Luftqualität schätzt das UBA als relativ gering ein. Entscheidender seien etwa sauberere Fahrzeuge, mehr Tempo-30-Zonen und der Einsatz schadstoffärmerer Busse gewesen. Auch die Feinstaubbelastung hat sich den Daten zufolge verringert und erreichte 2020 den niedrigsten Stand seit Beginn der Messungen Ende der 1990er-Jahre.