Spaß am Erzeugen von Tönen

Sophia Kaiser

Von Sophia Kaiser

Di, 01. Oktober 2019

Rheinfelden

Tag der offenen Tür bei der Musikschule Rheinfelden.

RHEINFELDEN. Bereits von draußen wurde man am Samstag vor der Musikschule mit Flötenklängen empfangen. Beim Tag der offenen Tür durften Kinder in Begleitung ihrer Eltern verschiedene Instrumente ausprobieren, die in der Musikschule gelehrt werden. Für die Eltern bot sich die Möglichkeit, mit den Lehrern Fragen zu besprechen und Informationen einzuholen.

In der Eingangshalle der Musikschule herrscht eine interessante Geräuschkulisse – das Trommeln eines Schlagzeugs, leise Gitarrenmusik, Klarinetten- und Blockflötentöne. Und inmitten der Instrumente Lachen und aufgeregtes Stimmengewirr von Kindern. In jedem der Räume findet sich ein Instrument, das von den Musiklehrern genauer erklärt wird. Im oberen Stockwerk liegen Blasinstrumente wie Blockflöte, Klarinette und Oboe aus. In der unteren Etage kommen Gitarren, Klavier, Schlagzeug und Fagott dazu. Auch über Gesang und musikalische Früherziehung kann man sich informieren.

Vor allem die Kinder sind sichtlich begeistert, dass sie sich an den Instrumenten ausprobieren dürfen. Oft entstehen dadurch bei einigen Instrumenten auch mal Warteschlangen, denn jeder will einmal drankommen. Und die Musiklehrer nehmen sich ausreichend Zeit, um den Kindern geduldig jede Funktion zu erklären. So wird beim Ausprobieren der Blockflöte direkt zusammen "Alle meine Entchen" gespielt, ein paar Klaviergriffe werden geübt oder die Musiklehrer geben eine spontane musikalische Vorführung.

Für Bernward Braun, den Leiter der Musikschule, ist so ein Tag der offenen Tür wichtig: "Die Kinder haben hier die Möglichkeit, alle Instrumente einmal auszuprobieren und sehen natürlich auch, welches am besten zu ihnen passt." Anders als das reguläre Schuljahr beginnt das neue Lehrjahr an der Musikschule Anfang November. Besonders die Kinder, die aus der musikalischen Früherziehung kommen, möchten jetzt gerne auf ein Instrument wechseln. Die Auswahl fällt den Kindern bei dem Angebot allerdings alles andere als leicht.

Gitarre und Klavier bilden die größten Fachbereiche in der Musikschule. Trotzdem kann man nicht sagen, dass ein Instrument besonders beliebt ist bei den Nachwuchs-Musikern. "Wir haben auch eine relativ große Oboenklasse in Rheinfelden. Das ist eine ziemliche Besonderheit", erzählt Braun. Eine Altersbegrenzung für das Erlernen eines Instrumentes gibt es laut ihm nicht. Das Wichtigste ist, dass die Kinder mit dem Instrument klarkommen und es bedienen können. Zum Teil gibt es kleinere Ausführungen extra für Kinder.

Für Martin Fischer, Lehrer der Oboenklasse, ist der Tag der offenen Tür vor allem eine Chance für unbekanntere Instrumente. "Einige Instrumente sind Mainstream und bekannter als andere. Hier hat man die Möglichkeit, auch mal ein Instrument auszutesten, das man davor noch nicht auf dem Schirm hatte." Er selbst unterrichtet seit 30 Jahren. Für ihn ist es wichtig, dass die Kinder ein Instrument finden, mit dem sie lange Freude haben. "Die meisten Eltern möchten, dass ihre Kinder ein Instrument lernen, das ihnen Spaß macht. Aber es geht beim Lernen nicht nur um Spaß. Die Freude am Lernen und Spielen ist wichtiger. Wie bei einer Freundschaft wird das Kind mit dem Instrument auch mal durch schwierigere Phasen gehen."

Die Musiklehrer und auch Leiter Bernward Braun scheinen zufrieden zu sein, so viele Kinder mit Musik zu begeistern. Auch die Eltern können wichtige Informationen einholen, um ihre Kinder bei der Auswahl des richtigen Instrumentes zu unterstützen. Anmeldungen dürfen jederzeit abgegeben werden, aber sicher ist, dass auch schon am Freitag einige neue, zukünftige Musikschüler dazugekommen sind.