Basketball

Wichtiger Sieg für Frauen des USC Freiburg im Kampf um die Playoff-Teilnahme

Georg Gulde

Von Georg Gulde

So, 19. Januar 2020 um 19:35 Uhr

USC Eisvögel

Die Basketballerinnen des USC Freiburg feiern einen wichtigen Erfolg. Im Kampf um die Playoff-Teilnahme gelingt dem Tabellenachten ein 80:64 gegen den bisherigen Rangzehnten Halle.

Durch den Erfolg am Sonntagnachmittag ist der Abstand zwischen den Breisgauerinnen und den Ostdeutschen, die nun auf den ersten von zwei Abstiegsplätzen abgerutscht sind, auf sechs Punkte angewachsen. Nach 14 von 22 Hauptrundenspieltagen stehen damit die Chancen der Südbadenerinnen nicht schlecht, wie in der vergangenen Runde in die Playoffs der besten acht Teams der Zwölfer-Liga einzuziehen. Allerdings gewannen an diesem Wochenende in Göttingen (Tabellensiebter mit 14 Punkte/59:50 nach Verlängerung gegen Hannover) und Heidelberg (Tabellenzehnter mit 8 Punkten/65:56 gegen den punktgleichen Rangneunten Marburg) zwei Teams ebenfalls, die mit den Eisvögeln um die Playoff-Plätze streiten.

"Ich war sehr nervös vor dem Spiel. Nach drei Niederlagen mussten wir dieses Heimspiel gewinnen, um nicht in den Abstiegskampf verwickelt zu werden. Die Mannschaft hat mir die Nervosität mit einer konzentrierten Leistung aber schnell genommen", sagte USC-Trainerin Hanna Ballhaus nach dem deutlichen und nie gefährdeten 80:64 (24:18, 25:12, 14:16, 17:18)-Erfolg.

Vor 1000 begeistert mitgehenden Zuschauern in der Unihalle zahlte sich die samstägliche Anreise der Gäste nicht aus. Obwohl die Mannschaft somit ausgeruht in die Partie gehen konnte, fand sie kein Mittel gegen den stürmischen USC, der bis kurz vor Ende der ersten Halbzeit mit einer Siebener-Rotation agierte. Das klappe so gut, dass das Trainer-Duo Ballhaus/Isabel Fernandez keine Notwendigkeit sah, viel zu wechseln.

Drei Gründe waren für das klare Übergewicht der Eisvögel ausschlaggebend.

Erstens: Die Lufthoheit unter den Körben durch die beiden US-Centerinnen Samantha Fuehring und Alexa Hart. Von den 13 Punkten zu Beginn (13:4) markierte Fuehring allein elf, dann trumpfte die mit 1,91 Metern noch einen Zentimeter größere Hart auf. Das war deckungsgleich im ersten wie im zweiten Viertel. Fuehring hatte am Ende 26 Punkte erzielt, Hart sogar 28.

Zweitens: Die nur 1,62 Meter große Spielmacherin Jessica Genco passte schneller als sonst – und dazu präzise. Das schaffte Räume und der USC konnte endlich mal wieder über Schnellangriffe zu Punkten kommen.

Drittens: Kapitänin Luana Rodefeld agierte in der ersten Halbzeit, in der die Eisvögel sich den entscheidenden Vorsprung sicherten, stark in Eins-gegen-Eins-Duellen. Das führte zu neun Punkten – und zudem wurden ihre Gegenspielerinnen noch mit etlichen Fouls belegt.



"Ich habe nicht viel zu meckern. Wir haben den Gegner per Video studiert und seine Schwächen gezielt attackiert", fasste USC-Coach Hanna Ballhaus zusammen. Da war ihre Nervosität längst Vergangenheit.

Der USC Freiburg spielte mit: Fuehring (26 Punkte/davon 1 Dreier), Rodefeld (9), Wieczorek, Nufer (1), Breen (7/2), Kranzhöfer, Genco (5/1), Kapitza, Hart (28), Paunovic, P. Mayer (4), Kambach.