"Die Gefühle sind gemischt"

dpa

Von dpa

Di, 08. September 2020

Nationalelf

Deutsche Nationalelf überzeugt auch in Basel nicht.

(dpa/BZ). Als kurz nach Mitternacht der Mannschaftsbus der Fußballnationalmannschaft aus dem "Joggeli" fuhr, hatten der Bundestrainer und sein verärgertes Personal Frust und Zuversicht zugleich an Bord. "Beide Spiele waren mit Licht und Schatten, mit guten Ansätzen, aber natürlich beide Spiele auch mit Fehlern", erklärte Joachim Löw vor der Abfahrt in der Nacht zum Montag zu den beiden 1:1-Spielen gegen Spanien und die Schweiz. "Die Gefühle sind gemischt", verriet der Weltmeistercoach von 2014: "Natürlich will man die Spiele gewinnen." Er könne aus den Nations-League-Begegnungen aber auch "gute Erkenntnisse" mitnehmen für die Mission EM-Titel 2021, ergänzte der 60-Jährige.

Im St. Jakob-Park von Basel, von Fußballfans auch "Joggeli" genannt, hatte das DFB-Team wie schon drei Tage zuvor in Stuttgart gegen Spanien einen 1:0-Vorsprung verspielt. Somit wartet es auch nach sechs Partien in der Nations League weiter auf den ersten Sieg. Mit nur zwei Punkten nach zwei Spielen droht in dem Wettbewerb wie schon bei der Erstauflage vor zwei Jahren ein Absturz. "Ich bin auch ein bisschen angepisst", bemerkte Mittelfeldspieler Ilkay Gündogan. Der Profi von Manchester City hatte gegen die Schweiz für die zeitige Führung gesorgt (14. Minute). Doch die reichte am Ende wieder nicht. FC-Basel-Spieler Silvan Widmer (58.) glich für die Eidgenossen aus. "Es war leider ähnlich wie gegen Spanien, da können wir definitiv daran arbeiten, dass wir da mehr Lösungen haben und als Mannschaft mehr Selbstvertrauen", sagte Interimskapitän Toni Kroos.

Löw sieht darin auf dem komplizierten Weg zur EM, die aufgrund der Corona-Pandemie in den Sommer 2021 verschoben wurde, lediglich eine von noch vielen Aufgaben. Grund zur Panik sieht er indes nicht. Das Wichtigste für ihn: "Ich habe gesehen, dass die Spieler willig waren, die Dinge umzusetzen."