Doping-Kommission

Altrektor Jäger dementiert Manipulationsvorwurf

Andreas Strepenick

Von Andreas Strepenick

Sa, 16. Februar 2013

Sportpolitik

BZ-Interview mit Wolfgang Jäger, dem Altrektor der Uni Freiburg, über den Vorwurf, er habe bei der Doping-Aufklärung den Kommissionsauftrag manipuliert.

FREIBURG. Seit 2007 versucht eine unabhängige Kommission im Auftrag der Universität die Vergangenheit der Freiburger Sportmedizin zu erhellen. Sie soll sich mit der wissenschaftlichen Arbeit der Sportmedizin, aber auch mit ihrer Doping-Geschichte beschäftigen. Letizia Paoli, Vorsitzende seit 2009, wirft Professor Wolfgang Jäger nun vor, den an die Kommission gerichteten Arbeitsauftrag damals manipuliert zu haben. Der Altrektor der Universität weist diesen Vorwurf entschieden zurück. BZ-Sportredakteur Andreas Strepenick sprach mit ihm.

BZ: Professor Jäger, wie geht es Ihnen?
Jäger: Ich fühle mich verletzt durch die 87 Seiten lange Pressemitteilung von Frau Paoli. Ich empfinde sie als unfair, manipulativ und ehrabschneidend. Ich tat als Rektor alles, um das Doping aufzuklären. Und jetzt sehe ich mich plötzlich selbst am Pranger. Ich empfinde die Art und Weise, wie Frau Paoli mit dem Altrektor, dem Rektor und der Universität umgeht, unglaublich.
BZ: Sie haben die sogenannte Evaluierungskommission Freiburger Sportmedizin im Jahr 2007 selbst ins Leben gerufen. Warum haben Sie das damals getan?
Jäger: Es gab schwerwiegende Dopingvorwürfe gegen Ärzte der sportmedizinischen Abteilung. Wir haben in einer Dopingkommission diese Vorwürfe aufgeklärt und wollten dann die gesamte Sportmedizin evaluieren, ihre Leistungsbilanz herausarbeiten – natürlich einschließlich des Dopings. Aber vor allem wollten wir ein Bild gewinnen über die gesamten Aktivitäten der Sportmedizin. Wir richteten ganz gezielt keine zweite Dopingkommission ein, sondern eine Evaluierungskommission, die das Fach überprüfen sollte.
"Ich habe keine Erinnerung an irgendeinen Streit
mit Herrn Franke."
BZ: Sie haben damals Ihre Bereitschaft zur rigorosen Aufklärung bekundet. Sind Sie auch heute noch der Überzeugung, dass rigoros aufgeklärt werden muss?
Jäger: Ich bin nach wie vor dieser Überzeugung. Wir brauchen sie unbedingt zum Wohle der Universität. Sie hat unter den Doping-Vorwürfen gelitten. Wir müssen das Ansehen, das damals beschädigt wurde, wieder voll ...

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