Stadt kauft mobilen Blitzer

Annemarie Rösch

Von Annemarie Rösch

Mi, 13. Oktober 2021

Bad Säckingen

Kosten von 162 000 Euro.

(BZ). Wer zu schnell in Bad Säckingen unterwegs ist, dem kann es bald passieren, dass er wieder von einem stadteigenen mobilen Blitzgerät erfasst wird und einen Strafzettel erhält. Der Gemeinderat stimmte am Montag einstimmig dafür, dass die Stadt zur Überwachung der Verkehrssicherheit ein mobiles Geschwindigkeitsgerät anschafft. Die Kosten in Höhe von 162 000 Euro werden außerplanmäßig im Jahr 2021 zur Verfügung gestellt.

Ein Unfallsachverständiger hatte das stadteigene Gerät aus dem Jahr 2009 aus dem Verkehr gezogen. Aktuell überwacht ein angemietetes Messfahrzeug die Geschwindigkeit der Fahrzeuge in Bad Säckingen. Das Problem: "Diese Fahrzeuge müssen circa zwei bis drei Monate im Voraus reserviert werden", schreibt Ordnungsamtsleiterin Muriel Schwerdtner. Kurzfristige wetterabhängige Messungen seien so nicht mehr möglich. Zudem gingen die Kosten der Mietfahrzeuge von den Bußgeldeinnahmen ab. Diese Kosten betragen an 24 Messtagen 20 000 Euro. Die zu erwartenden Einnahmen mit dem neuen Messgerät belaufen sich nach Berechnungen der Stadt im ersten Jahr auf 224 000 Euro – nach der Bußgeldnovelle. "Somit würde die Refinanzierung der Anschaffungskosten von rund 162 000 Euro innerhalb eines Jahres erfolgen", so Muriel Schwerdtner. Aufgrund der Unfallhäufigkeit auf der B 34 befürworte das Regierungspräsidium Freiburg den Einsatz eines solchen Messgeräts.