Schlechte Konjunktur

Starker Umsatzrückgang bei Trumpf

Bernd Kramer

Von Bernd Kramer

Mi, 22. Juli 2020 um 12:37 Uhr

Wirtschaft

Der Umsatz des Maschinenbauers Trumpf hat sich im vergangenen Geschäftsjahr um acht Prozent verringert. Die südbadische Trumpf-Tochter Hüttinger hat sich aber positiv entwickelt.

Die schwache wirtschaftliche Entwicklung der Industrie und die Corona-Pandemie haben beim Maschinenbauer Trumpf den Umsatz stark verringert. Wie das Unternehmen am Mittwoch bekanntgab, sank der Umsatz im Geschäftsjahr 2019/2020 (Stichtag 30. Juni) nach vorläufigen Zahlen um acht Prozent auf 3,5 Milliarden Euro. Die Trumpf-Tochter Hüttinger in Freiburg hat sich allerdings positiv entwickelt, wie Trumpf-Sprecher Rainer Berghausen auf BZ-Anfrage sagte. Zu Trumpf gehört in Südbaden auch die Trumpf Werkzeugmaschinen Teningen (vormals EHT). Genaue Zahlen veröffentlich das Unternehmen im Oktober.

Die Zahl der Trumpf-Mitarbeiter blieb nach Angaben des Unternehmens mit 14300 weltweit in etwa konstant. Der Auftragseingang ging mit elf Prozent auf 3,3 Milliarden Euro noch stärker zurück als der Umsatz. Trumpf habe auf das schwächere Geschäft bereits Ende 2018 mit einem Ergebnisverbesserungsprogramm reagiert und bei Sach- und Personalkosten gespart, teilte das Unternehmen mit.

Nicola Leibinger-Kammüller, Trumpf-Chefin, sagte: "Wir spüren bereits seit Herbst 2018 eine Abschwächung der Konjunktur und die Zurückhaltung vieler Kunden bei Investitionen gerade in Deutschland. Wir führen diese unter anderem auf die Ungewissheit im Zusammenhang mit dem Strukturwandel in der Automobilindustrie zurück. Corona hat diese Tendenz nach unserer Beobachtung zusätzlich verstärkt und wie ein Katalysator gewirkt, gewissermaßen als,Krise in der Krise.’ Das zentrale Thema ist dabei die Unsicherheit hinsichtlich der Dauer der Pandemie und der entsprechenden Maßnahmen der Politik."