31 Einsätze

Starkregen beschäftigt Feuerwehren im Kreis Emmendingen

Patrik Müller, Lena Marie Jörger (aktualisiert um 17.06 Uhr)

Von Patrik Müller, Lena Marie Jörger (aktualisiert um 17.06 Uhr)

Di, 21. Mai 2019 um 15:13 Uhr

Kreis Emmendingen

Überschwemmte Straßen, vollgelaufene Keller: Der Starkregen am Montag hat die Rettungskräfte im Kreis beschäftigt. Die Feuerwehren mussten zu insgesamt 31 Unwettereinsätzen ausrücken.

Kreisbrandmeister Christian Leiberich spricht dennoch von einem ruhigen Tag. "Auf den Kreis hochgerechnet sind 31 Einsätze nichts", sagt er. Zum Vergleich: Beim Sturm Lothar im Dezember 1999 waren an einem Tag mehr als 1000 Notrufe eingegangen.

Psychiatrie-Feuerwehr hat 15 Einsätze

Am meisten Arbeit hatten die Feuerwehren in Emmendingen. Die städtische Wehr wurde zu neun Einsatzstellen gerufen, die Werksfeuerwehr im Zentrum für Psychiatrie registrierte gleich 15 Einsätze. "Denen hat es Wasser aus einem Acker in verschiedene Gebäude gedrückt", erzählt Leiberich. Im Stadtgebiet wiederum waren drei Bahnunterführungen überschwemmt worden, im Teninger Ortsteil Heimbach lief der Dorfbach über. Je einen Unwettereinsatz registrierten die Wehren in Denzlingen. Waldkirch, Vörstetten und Herbolzheim.

Kommandant: "Definitiv zu viel Wasser"

"Es war definitiv zu viel Wasser", sagt Ralf Kesselring, Kommandant in Emmendingen. Er hat eine Auffälligkeit festgestellt: "Wir hatten nicht die Masse an Einsatzstellen, die wir üblicherweise haben. Normalerweise haben wir bei solchen Unwettern mehr überschwemmte Keller, aber deutlich kürzere Pumpzeiten. Wir hatten jetzt einen Einsatz, da waren wir vier Stunden beschäftigt."

Das Auspumpen von Kellern, sagt Kreisbrandmeister Leiberich, sei grundsätzlich kostenpflichtig, wenn der Bürgermeister keinen Notstand ausgerufen habe. Er erinnert Hausbesitzer daran, die Rückschlagklappen regelmäßig zu warten – die könnten Überschwemmungen verhindern. "Wenn die Soße in den Keller läuft", sagt er, "ist das ungünstig."

Straße ins Schuttertal gesperrt

In der Nacht auf Dienstag musste die L 106 zwischen Bleichheim und Schuttertal wegen Überflutung gesperrt werden. Laut Bürgermeister Thomas Gedemer war die Strecke gegen 6 Uhr zunächst wieder befahrbar, musste dann aber ab 15 Uhr erneut dichtgemacht werden.