Besuch aus der "Oase des Friedens"

Rainer Ruther

Von Rainer Ruther

Do, 03. März 2016

Staufen

Staufener Faust-Gymnasium empfängt Bewohnerinnen eines Dorfes, in dem jüdische und palästinensische Israelis zusammenleben.

STAUFEN. Eine Gruppe von Schülern des Staufener Faust-Gymnasiums wird über Ostern Israel und Palästina besuchen. Der Seminarkurs über den Nahen Osten hat Tradition am Faust und wird auch dieses Jahr wieder von Ulrich Greder begleitet, einem ehemaligen Lehrer der Schule. Zur Vorbereitung auf die Reise hatte er zwei Friedensaktivistinnen aus einem Dorf in Israel nach Staufen eingeladen, die Jüdin Tali Sonnenschein und die arabische Palästinenserin Mai Shbeta. Die Gemeinschaft, aus der sie kommen, ist in vielerlei Hinsicht bemerkenswert – und das beginnt mit dem Namen.

"Neve Shalom" auf Hebräisch, "Wahat al Salam" in Arabisch – und auf Deutsch: "Oase des Friedens" – der Name des Ortes ist Programm. Das Dorf entstand Anfang der 70er Jahre mitten im Herzen Israels, je eine halbe Autostunde von Tel Aviv und Jerusalem entfernt. Damals, wie übrigens heute auch noch, war es undenkbar, dass jüdische und palästinensische Israelis zusammenwohnen. Und doch lebten in diesem Dorf bald 60 Familien beider Glaubensrichtungen zusammen. Die Einwohnerzahl wird beschränkt, etwa ...

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