Südbadischer Bauzulieferer

Sto will bis 2025 rund 2,1 Milliarden Euro Umsatz erzielen

Bernd Kramer

Von Bernd Kramer

Mi, 16. Juni 2021 um 15:17 Uhr

Wirtschaft

Der südbadische Bauzulieferer Sto hat neue Geschäftsziele. Der Umsatz soll auf mehr als zwei Milliarden Euro wachsen. Auch klimaneutral soll das Unternehmen bis 2025 sein.

Der Bauzulieferer Sto hat neue Geschäftsziele. Wie Sto-Vorstandssprecher Rainer Hüttenberger bei der virtuellen Hauptversammlung am Mittwoch sagte, will das Unternehmen bis 2025 einen Umsatz von 2,1 Milliarden Euro und eine Umsatzrendite von zehn Prozent (Gewinn vor Steuern/ Umsatz) erzielen. Bislang hatte sich Sto vorgenommen, 2022 die Zwei-Milliarden-Euro-Umsatz-Grenze zu überschreiten.

"Auf den Baustellen im Inland wurde trotz Corona ohne Unterbrechungen gearbeitet" Rainer Hüttenberger
2020 kam Sto auf einen Umsatz von 1,433 Milliarden Euro, 2,5 Prozent mehr als im Vorjahr. Vor allem das Geschäft in Deutschland blühte. Hier wuchs der Umsatz um acht Prozent, weil trotz Corona "ohne Unterbrechungen auf den Baustellen gearbeitet wurde", sagte Hüttenberger. Sto verkaufte unter anderem mehr Wärmedämmverbund-Systeme im Inland. Der deutsche Gesamtmarkt nahm von 32,2 Millionen Quadratmeter auf 33,9 Millionen Quadratmeter zu. Der Gewinn vor Steuern und Zinsen legte stärker zu als der Umsatz. Er wuchs um 40,6 Prozent auf 120,8 Millionen Euro. Daran sollen die Aktionäre über einen höheren Sonderbonus teilhaben.

Lieferengpässe bei Rohstoffen und Materialien

Im neuen Jahr hat sich das Unternehmen weiter positiv entwickelt, wie Hüttenberger erläuterte. So gab es im April den höchsten Monatsumsatz in der Firmengeschichte. Allerdings machen dem Bauzulieferer Lieferengpässe und Preissteigerungen bei Materialien und Rohstoffen zu schaffen. Finanzchef Rolf Wöhrle räumte auf Frage von Harald Michael Klein von der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz ein, dass es zu kurzfristigen Produktionsstopps wegen fehlenden Nachschubs gekommen sei. Die Lieferfähigkeit sei jedoch stets gewährleistet gewesen. Rainer Hüttenberger machte klar, dass es angesichts höherer Kosten im Einkauf bei Sto zu Preiserhöhungen kommen werde.

Sto will bis 2025 klimaneutral sein

Für die Zukunft ist Hüttenberger nicht bang. Die Forderung nach mehr Klimaschutz im Gebäudebereich steigere das Absatzpotenzial. Sto selbst will bis 2025 klimaneutral sein. In Österreich und Skandinavien sei dies schon jetzt der Fall.

Der Kurs der Sto-Aktie lag am Mittwoch (15.15 Uhr) bei 184,20 Euro. Das waren 0,75 Prozent weniger als am Vortag. Zum Vergleich: Am 20. März vergangenen Jahres betrug der Kurs noch 76 Euro.

Für das laufende Jahr rechnet Sto mit einem Umsatzplus von 4,5 Prozent auf rund 1,498 Milliarden Euro. Der Gewinn vor Steuern und Zinsen wird nach Sto-Einschätzung zwischen 98 und 113 Millionen Euro liegen.