Landgericht Freiburg

Strafrechtler erläutert das milde Urteil im Weiler Vergewaltigungsprozess

David Weigend

Von David Weigend

Mi, 15. Juni 2016 um 20:23 Uhr

Südwest

Das milde Urteil im Weiler Vergewaltigungsprozess wirft Fragen auf. Walter Perron, Strafrechtsprofessor an der Uni Freiburg, erklärt, warum die Absprache im Prozess entscheidend war.

BZ: Herr Perron, das Urteil im Weiler Vergewaltigungsprozess löst bei manchem Beobachter Befremden aus. Wie kann es sein, dass ein junger Mann, der eine Jugendliche vergewaltigt hat, mit einer Bewährungsstrafe davonkommt?

Perron: Klar, für den Betrachter dürfte dieses Urteil fast schon wirken wie eine Einladung, solche Taten zu begehen. Denn in den Augen vieler ist eine Bewährungsstrafe keine richtige Strafe. Entscheidend für den 20-Jährigen ist, dass er nach Jugendstrafrecht verurteilt wurde. Andernfalls hätte er für diese Tat mindestens zwei Jahre Haft bekommen. Es handelte sich ja um eine sexuelle Nötigung in besonders schwerem Fall. Die sexuellen ...

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