Widerruf

Streit um Helikopter-Landeplätze: Ehepaar Schwarz widerruft Aussage

BZ-Redaktion

Von BZ-Redaktion

Fr, 16. April 2021 um 13:04 Uhr

Südwest

Nach einem Urteil des Landgerichts Offenburg müssen Stefan und Agnes Schwarz zwei Aussagen, die sie gegenüber der Badischen Zeitung gemacht haben, als unwahr widerrufen.

Lang, lang ist’s her. Am 23. Juni 2018 berichtete die Badische Zeitung an dieser Stelle über einen Streit, den es in Gengenbach und Nordrach um Hubschrauber-Landeplätze der Firma Junker gab und der auch vor Gericht ausgefochten wurde. Zum einen ging es dabei um die geplante Ansiedlung einer Niederlassung der Firma in Gengenbach, die unter anderem von der Möglichkeit eines Hubschrauber-Landeplatzes abhängig gemacht worden war. Zum anderen handelte die Reportage von einer Auseinandersetzung um den Landeplatz der Firma Junker am Stammsitz in Nordrach. Mehrere Anlieger hatten gegen das Regierungspräsidium Freiburg geklagt, das den Hubschrauber-Landeplatz genehmigt hatte. Darunter auch das Ehepaar Agnes und Stefan Schwarz.

Zwei ihrer damaligen Aussagen gegenüber der Badischen Zeitung müssen die Eheleute Schwarz nun widerrufen. Ein entsprechendes, vom Landgericht Offenburg gefälltes Urteil ist am 8. März 2021 durch das Oberlandesgericht Karlsruhe bestätigt worden.
Widerruf: "In der Badischen Zeitung vom 23. Juni 2018 haben wir in dem Artikel auf Seite 3 unter der Überschrift "Die Angst vor dem Helikopter" behauptet, Herr Erwin Junker, Gründer und Miteigentümer der Erwin Junker Maschinenfabrik GmbH, habe seinen Mitarbeitern gedroht, jeden zu entlassen, der unserer Firma Aufträge erteile. Der Umsatz unserer Firma sei dadurch massiv eingebrochen. Diese Behauptungen widerrufen wir, Stefan und Agnes Schwarz, hiermit als unwahr."

Die Redaktion der Badischen Zeitung weist darauf hin, dass dieser Widerruf auf Bitte der Anwälte der Eheleute Schwarz veröffentlicht wird. Der Bericht war journalistisch einwandfrei, die nun vor Gericht als unwahr befundenen Aussagen waren für uns als solche nicht erkennbar.

Eine Stellungnahme von Firmenchef Erwin Junker wurde der Redaktion verweigert.