Bahn, Bus und Co.

Sturmtief "Sabine" sorgt den Montag über für Verspätungen im Nahverkehr

Joshua Kocher, Annika Sindlinger, Sebastian Wolfrum

Von Joshua Kocher, Annika Sindlinger & Sebastian Wolfrum

Mo, 10. Februar 2020 um 15:11 Uhr

Südwest

Die Bahn riet, Zugreisen auf einen anderen Tag zu verlegen, die Busse der SBG blieben vorerst im Depot und die Breisgau-S-Bahn stand still. Der Nahverkehr im Südwesten war am Montag stark eingeschränkt.

Wegen des Sturmtiefs "Sabine" lief der Nahverkehr in Südbaden am Montagvormittag nur beeinträchtigt. Regionalzüge in Baden-Württemberg sollen laut einer Mitteilung der Deutschen Bahn ihre Fahrten gegen 11.30 Uhr teilweise wieder aufgenommen haben. Mit Ausfällen und Behinderungen sei aber weiterhin den ganzen Tag zu rechnen.

Die Breisgau-S-Bahn wird wohl für mehrere Tage nicht in den Hochschwarzwald fahren. Grund ist ein Oberleitungsschaden. "Sabine" hatte in der Nähe des Hirschsprungs einen Baum auf die Leitung gestürzt. "Der Zeitbedarf für die Reparatur der Fahrleitungsschäden in Hirschsprung und im hinteren Höllental ist noch nicht abzuschätzen. Das wird dauern", so ein Mitarbeiter der Bahn.

Große Ausfälle gab es am Montagmorgen sturmbedingt auf der Kaiserstuhlbahn. Mehrere Züge der DB Regio standen kurz nach 9.30 Uhr am Bahnhof Endingen, die Anzeigetafel meldete Ausfälle bis 12 Uhr, am späten Vormittag nahm DB Regio den S-Bahn-Betrieb zwischen Endingen und Gottenheim sowie auf der Rheintalbahnstrecke wieder auf.

Busverkehr der SWEG nicht betroffen

Der Zugverkehr der SWEG auf der Strecke Riegel-Malterdingen – Breisach lief bereits gegen 10 Uhr wieder an. Zuvor waren Züge ohne Fahrgäste zu Erkundungsfahrten auf der Strecke unterwegs.

Auf den Busverkehr der SWEG am Kaiserstuhl hatte das Orkantief keine Auswirkungen, teilte die SWEG am Montag auf BZ-Nachfrage mit. Es gab keine Einschränkungen, keine Störungen und keine zusätzlichen Busse. Die Busse wurden sogar tendenziell von weniger Fahrgästen als normal genutzt, weil es den Schülern freigestellt war, zur Schule zu kommen und auch, weil an den Bahnhöfen Anschlussreisende fehlten, da die DB Regio ihren Verkehr eingestellt hatte.

Auf der Rheintalbahn fahren ebenfalls wieder Züge. Es kommt aber noch zu Verspätungen, sowie einzelnen Zugausfällen, vor allem im Fernverkehr, sowohl in Richtung Basel wie in Richtung Karlsruhe.

Ganztägige Störung im Fernverkehr möglich

Auf der Münstertalbahn wurde der Betrieb laut einem Tweet der Deutschen Bahn zwischen Staufen und Münstertal am Morgen eingestellt, weil bei Staufen Süd ein Baum auf die Oberleitung gestürzt sein soll. Zwischen Bad Krozingen und Staufen soll der Zugbetrieb inzwischen wieder möglich sein.

Die S5 und die S6 im Kreis Lörrach fuhren am Montagvormittag mit verringerter Geschwindigkeit. Zwischen Schopfheim und Zell im Wiesental ist die Strecke gesperrt. Die Deutsche Bahn berichtet, dass ein umgestürzter Baum auf die Gleise gefallen sei. Die Bahn hatte einen Busnotverkehr eingerichtet. Am Mittag lief der Verkehr wieder, wenn auch mit leichter Verspätung.



Aufgrund des Sturmtiefs hat sich Südbadenbus entschlossen, in den Landkreisen Breisgau-Hochschwarzwald, dem Schwarzwald-Baar-Kreis sowie den Kreisen Waldshut und Lörrach keinen Schülerverkehr und keinen Linienbetrieb durchzuführen. Die Busse blieben in den Depots. Erst am Mittag liefen die Verbindung ins Elz- und Rheintal sowie rund um Waldshut und Bad Säckingen wieder an.

Die Deutsche Bahn hatte bereits am Wochenende angekündigt, den Fernverkehr im gesamten Bundesgebiet bis mindestens Montag, 10 Uhr komplett einzustellen. Eine ganztägige Störung war laut einer Meldung der Bahn absehbar. Einige ICE-Züge in Baden-Württemberg verkehren seit dem Mittag auf den Strecken Mannheim – Stuttgart – Ulm und Mannheim – Basel.

Am Euro-Airport in Basel sollen laut einer Mitteilung auf der Website des Flughafens einzelne Flüge annulliert worden sein. Betroffen seien vor allem Abflüge nach Deutschland.

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