Aufbruch und neue Gräben

Das Gespräch führte René Zipperlen

Von Das Gespräch führte René Zipperlen

So, 24. Juni 2018

Südwest

Der Sonntag Ausstellungsreihe Zeitenwende Der Umbruch nach dem Ersten Weltkrieg im Südwesten.

30 Museen zwischen Stuttgart, Straßburg und Biel widmen sich im Projekt "Zeitenwende" den Umbrüchen nach dem Ersten Weltkrieg im Südwesten. Kommenden Freitag eröffnet die zentrale Ausstellung dazu im Lörracher Dreiländermuseum. Projektleiter Markus Moehrung und Kurator Tobias Hebel über eine Zeit großer Umbrüche.

Der Sonntag: Revolution, Republik, Frauenrechte, Hyperinflation, neue Grenzen – man weiß kaum, wo man anfangen soll bei der Zeitenwende nach 1918. Welche Schwerpunkte setzen Sie für die zentrale Ausstellung des trinationalen Projektes "Zeitenwende"?

Wir geben einen Überblick über die wichtigen Themen in Südbaden, dem Elsass und der Schweiz. Die Ausstellungen unserer Partner vertiefen einzelne Aspekte – auch lokal. Im Dreiländermuseum stellen wir die gemeinsamen Herausforderungen für die Nachkriegszeit der drei Regionen dar – und die Unterschiede.

Der Sonntag: Was waren diese größten Herausforderungen der Region?

Ganz grundsätzlich: Was wir 1918 erleben, ist der Umbau Europas in ein angestrebtes System homogener ethnischer Nationalstaaten, vom Auseinanderbrechen Österreich-Ungarns bis Finnland und Irland. Griechenland und die Türkei haben eine Million Menschen "ausgetauscht". Das war lange als "nationale Selbstbestimmung" positiv besetzt. Ich stehe einer solchen Idee als Grundprinzip für Europa sehr kritisch gegenüber.

Der Sonntag: Wobei die Schweiz einen Sonderweg beschritt.

Sie bleibt eine Vielvölker- oder zumindest dreisprachige Nation. Doch plötzlich ...

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