HINTERGRUND

Bärbel Nückles

Von Bärbel Nückles

Do, 13. Februar 2020

Südwest

Die Geschichte des Akw Fessenheim

» 1977: Inbetriebnahme von Reaktor eins am 30. Dezember. Reaktor zwei folgt am 18. März 1978.
1979: Zwei Jahre danach erhalten Anwohner Broschüren mit Verhaltensregeln für den Ernstfall.
» 1996: Risse im Reaktordeckel von Block 2 werden publik. Er wird zwei Jahre später ausgetauscht. In Block 1 muss der Deckel ersetzt werden.
2011: Die Laufzeit des älteren der Reaktoren wird nach der dritten Großinspektion für zehn Jahre verlängert. 2012 genehmigt die Atomaufsicht auch für Reaktor zwei den Weiterbetrieb.
» 2012: François Hollande kündigt noch als Präsidentschaftskandidat die Stilllegung des Akw an und bekräftigt das Versprechen nach seiner Wahl.
2014: Greenpeace-Aktivisten durchbrechen mit einem Lkw die Absperrung des Akw und besetzen Reaktor eins.
» 2015: Ein neues Energie-Gesetz legt die Grundlage für die Stilllegung des Akw Fessenheim. Zu diesem Zeitpunkt ist sie noch an die Inbetriebnahme des Reaktors EPR in Flamanville gekoppelt.
2017: Zu Ende der Amtszeit Hollandes ordnet Umweltministerin Ségolène Royale die Stilllegung per Dekret an.
» 2017: Vor dem Amtsgericht Guebwiller wird der Betreiber Electricité de France (EdF) zu einer Geldstrafe verurteilt. Nach einem Störfall mit Wasserschaden 2015 hatte EdF die Tragweite des Schadens verschwiegen.
2018: Die Regierung unter dem 2017 gewählten Staatspräsidenten Emmanuel Macron legt fest, dass Fessenheim unabhängig von der Inbetriebnahme des EPR stillgelegt werden kann.
2019: Ende September beantragt EdF die Stilllegung.