Vor dem Urteil

Hussein K. hat vor Gericht seine Maske nie fallengelassen

Stefan Hupka

Von Stefan Hupka

Mi, 21. März 2018 um 10:32 Uhr

Südwest

BZ-Plus Das Ende der Wahrheitssuche: Am Donnerstag fällt das Urteil im Prozess um den Mord an der Dreisam. Ein Rückblick auf eine grausame Tat, auf lange Gerichtstage und einen Angeklagten, der seine Maske nie fallen ließ.

Gut und Böse trennt nicht viel. Manchmal sind es nur zwei Meter. Das ist der Abstand zwischen Hamid H. und Hussein K. an diesem Vormittag im späten September. Sie waren Freunde, haben einiges durchgemacht, auch Gefahren zusammen überstanden. Jetzt sitzt der eine auf dem Zeugenstuhl als freier Mann, der andere kauert mit Fußfesseln auf der Anklagebank, verdächtigt als Schwerstverbrecher. Hamid H. hat erkennbar Ehrgeiz, Charme und Ziele, Hussein K. hat nichts davon – nur ein junges Menschenleben auf dem Gewissen und vor sich die Aussicht auf eine lebenslange Haft.
Es ist ein Schlüsselmoment dieses Strafprozesses, der die Öffentlichkeit in Freiburg und weit darüber hinaus seit einem halben Jahr mitnimmt wie kein zweiter. Da sieht man im Saal IV des Freiburger Landgerichts in direkter Nachbarschaft zwei junge Männer ohne Blickkontakt, eine Nachwuchshoffnung und eine gescheiterte Existenz – zwei sehr verschiedene Gesichter zu dem Thema, das die Republik seit drei Jahren umtreibt: ...

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