Schrumpfende Mitgliederzahlen

Immer mehr Kirchen im Südwesten werden umgenutzt

Jonas Schöll, dpa

Von Jonas Schöll & dpa

Mo, 16. Mai 2016 um 14:01 Uhr

Südwest

Die Kirchenaustritte nehmen zu, immer weniger Menschen gehen zum Gottesdienst. Einigen verwaisten Kirchen geht das an die Substanz. Sie werden abgerissen oder verkauft und umgenutzt. Manches Gotteshaus wird sogar zum Wohnzimmer.

Wenn Alois und Margarete Payer nicht gerade auf Reisen sind, gehen sie jeden Tag in die Kirche. Dabei sind der 72-Jährige und seine 74 Jahre alte Frau weder Pfarrer noch Kantoren von Beruf. Seit mehr als 30 Jahren bewohnt das Ehepaar eine ehemalige neuapostolische Kirche in Ofterdingen (Kreis Tübingen). Die beiden Theologen suchten eine Zuhause mit reichlich Platz für ihre 40.000 Bücher - das Gotteshaus hatte ausgedient und stand zum Verkauf.

Die Payers sind in Deutschland kein Einzelfall. Wegen sinkender Steuereinnahmen und schrumpfender Mitgliederzahlen müssen Kirchen immer mehr Sakralbauten verkaufen. In anderen Fällen ist der Erhalt von Kirchen zu teuer oder ...

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