Uniter-Mann wird versetzt

Axel Habermehl

Von Axel Habermehl

Mo, 18. März 2019 um 14:12 Uhr

Südwest

Strobl: "Reihe von Gründen"

STUTTGART (ahab). Ein wegen seines Engagements beim umstrittenen Verein Uniter in die Kritik geratener Beamter des Landesamtes für Verfassungsschutz (LfV) ist aus der Behörde versetzt worden. Das verkündete Baden-Württembergs Innenminister Thomas Strobl (CDU). Die Entscheidung sei im Einvernehmen mit dem Mann getroffen worden. Er werde künftig nicht mehr im sicherheitsrelevanten Bereich tätig sein. Strobl erklärte die Versetzung, die er initiiert habe, mit "einer Reihe von Gründen". Er nannte seine Fürsorgepflicht für Beamte und dass ein Minister "die Arbeitsweise von Behörden" im Blick haben müsse. Beamtenrechtlich liege nichts vor. Laut BZ-Informationen handelt es sich um Ringo M. (47). Er war zuletzt in mehreren Medienberichten aufgetaucht, weil er 2016 Gründungsvorsitzender von Uniter war. Der Verein steht im Verdacht, im Zusammenhang mit einem rechtsextremen Netzwerk innerhalb der Sicherheitsbehörden zu stehen, das sich mit Waffen und Munition auf einen "Tag X" vorbereiten soll. Uniter weist das zurück. Ringo M. war seit 2015 beim LfV, zuletzt führte er Sicherheitsgespräche mit Ausländern. Vorher war er Polizist, unter anderem bei der Bereitschaftspolizei.