Landkreis Waldshut

Supermarktmitarbeiter drehen "Jerusalema-Dance-Challenge"

Christiane Sahli

Von Christiane Sahli

Mi, 24. Februar 2021 um 07:21 Uhr

St. Blasien

200 Mitarbeiter der Schmidts-Märkte, darunter aus St. Blasien, Bonndorf und Titisee-Neustadt haben sich der Jerusalema-Dance-Challenge gestellt. Gemeinsam geprobt wurde kurz vor Drehbeginn.

Jerusalema – ein Lied geht in Pandemiezeiten um die Welt und bringt die Menschen zum Tanzen: Feuerwehrleute, Polizisten, Klinikpersonal, Mönche, Nonnen und viele andere schwingen zu der eingängigen Melodie aus Südafrika das Tanzbein. Auch rund 200 Mitarbeiter von zehn "Schmidt's Märkten" von Bad Säckingen über St. Blasien bis Neustadt beteiligten sich an der Tanz-Challenge.

Eine Melodie, die ins Ohr geht – das Lied Jerusalema der Südafrikaner KG Master und Nomcebo Zikode hat sich zu einem globalen Hit entwickelt. Mehr noch, der Ohrwurm bringt Menschen weltweit in Bewegung. Getanzt wird mit gleichen Bewegungen überall da, wo Platz ist. In Krankenhäusern, Parkplätzen, Flughäfen, Feuerwachen, Kirchen, Klöstern, am Strand und an vielen anderen Orten – auch zwischen Supermarktregalen. Mitmachen kann jeder, denn der Tanz ist nicht schwer: Ein Schritt nach vorne, viermal Auftippen, wechseln und mit den Hüften kreisen – das schafft auch, wer zwei linke Füße hat.

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus zehn Märkten

Auch die Supermarkt-Mitarbeiter haben sich von der Bewegung mitreißen lassen und beschlossen, an der Tanz-Challenge teilzunehmen. Entstanden ist die Idee in dem Bad Säckinger XL-Markt, sagte Madgalena Oeschger von der Schmidts Märkte GmbH. Und da dort viele der Mitarbeiter von der Idee begeistert waren, wurde auch in den anderen Märkten nachgefragt. Letztlich schwangen rund 200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus zehn Märkten sowie der Verwaltung das Tanzbein.

Anleitungen für den Tanz gibt es im Internet viele, für die Mitarbeiter wurde aber spontan ein Video-Tutorial erstellt, mit dem der Grundschritt zu Hause einstudiert werden konnte. Vor dem Dreh haben dann manche Tanzteams noch einmal gemeinsam geprobt. Über weiterer kreativer Elemente und die Wahl der Drehorte wurden jeweils vor Ort entschieden. Und so tanzten manche Teams im Markt, andere aus Platzgründen vor dem Markt. Viele Mitarbeiter tanzten in ihrer Arbeitskleidung, andere hatten sich verkleidet. Eines war allen Tänzern aber gemeinsam: Sie trugen coronakonform einen Mund-Nasen-Schutz und achteten auf Abstand.

Erstmals gemeinsam geprobt wurde zehn Minuten vor Dreh

Da sich in dem Markt zur Zeit der Dreharbeiten zu viele Kunden aufhielten, wichen die zwölf Tänzer in St. Blasien in die Kochwerkstatt im Obergeschoss aus. Erst zehn Minuten vor dem Dreh mit Kameramann José Morla habe man gemeinsam geprobt, sagte Marktleiter Andreas Klaus. Geklappt habe dennoch alles wie am Schnürchen. Und die Mitarbeiter hätten viel Spaß an dieser Abwechslung vom Alltag gehabt.

Beste Stimmung herrschte beim Tanzen auch bei den Mitarbeitern des Häuserner Marktes, alle hatten viel Spaß an dem Projekt und ihr Bestes gegeben, so Marktleiterin Melanie Kaiser. 28 Kolleginnen und Kollegen hatten die Tanzschritte zu Hause geübt, zum ersten Mal gemeinsam agierte man bei dem Dreh. Getanzt wurde auf dem Parkplatz vor dem Markt, denn aus Platzgründen sei dies coronakonform in dem kleinen Markt nicht möglich gewesen, sagte Kaiser. Mit einer Drohne wurden die Tanzenden auch aus der Vogelperspektive aufgenommen.

In kleinen Gruppen hatten sich die 30 Tänzer aus XL-Markt in Neustadt auf den Dreh im Markt vorbereitet, bei dem sie erstmals gemeinsam agierten. Und viele hatten sich verkleidet, denn weil Fasnacht ausgefallen war, wollte man den Mitarbeitern wenigstens etwas Freude und Ausgelassenheit in schwerer Zeit bieten, sagte Christina Slagioglow, die die Aktion koordiniert hatte. Das Konzept ging auf, den Spaß sieht man den Tänzerinnen und Tänzern um Video an. Auch die Kunden seien sehr angetan gewesen, es gab viele positive Rückmeldungen, sagte Slagioglow. Die bestätigte auch Madgalena Oeschger, man habe das Ziel der Aktion, sowohl Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern als auch unseren Kundinnen und Kunden eine kleine Freude in dieser herausfordernden Zeit zu machen, erreicht.