Nahverkehr in Lahr

SWEG-Chef: "Ich finde es unseriös zu sagen, ÖPNV darf nichts kosten"

Christian Kramberg

Von Christian Kramberg

Sa, 16. November 2019 um 08:02 Uhr

Lahr

BZ-Plus Die Verbesserung des ÖPNV in Lahr war ein großes Thema im OB-Wahlkampf. SWEG-Vorstandsvorsitzender Johannes Müller berichtet im Interview, was sinnvoll, realisierbar und finanzierbar ist.

BZ: Der ÖPNV in Lahr hat im Wahlkampf eine durchschnittliche bis schlechte Bewertung erhalten. Herr Müller, aus Ihrer Sicht: Wie steht der ÖPNV in Lahr derzeit da?

Müller: Lahr hat ein solides Grundangebot mit den Stadtbuslinien, das durchaus Schwächen hat nach 21 Uhr und am Samstag und Sonntag bei der Taktung. Das kann man aber lösen mit einer politischen Entscheidung. Der zweite Punkt, der derzeit mit einem Gutachten untersucht wird, ist die Linienführung, die vielleicht geändert werden muss.

"Kostenlos bedeutet, es ist nichts wert, aber Mobilität kostet nun einmal auch Geld." SWEG-Vorstandsvorsitzenden Johannes Müller

BZ: Hat es Sie geärgert, dass im Wahlkampf der ÖPNV in Lahr kritisiert wurde?
Müller: Nein, ich hatte nicht den Eindruck, dass von den Kandidaten überzogene Forderungen gestellt wurden. Man muss auch einmal eine gewisse Idealvorstellung anstreben als Ziel, das mit Zwischenschritten umgesetzt wird.

BZ: Die Tarife, die als zu teuer gelten, waren eines der Themen. Was darf der ÖPNV den Kunden kosten?

Müller: Grundsätzlich bin ich gegen einen kostenlosen Öffentlichen Personennahverkehr. Mobilität hat einen Preis. Kostenlos bedeutet, es ist nichts wert, aber Mobilität kostet nun einmal auch Geld. Insofern finde ich es unseriös zu sagen, ÖPNV ...

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