Täter plündern Opferstöcke

hajü

Von hajü

Mo, 20. Mai 2019 um 12:18 Uhr

Görwihl

Pfarrer Stahlberger will Kapellen weiter offen lassen.

Die Opferstöcke in der Kapelle in Engelschwand und in der Ödlandkapelle wurden vergangene Woche aufgebrochen, das genaue Datum ist nicht bekannt (die BZ berichtete). Der Wert der Beute ist mit 15 bis 20 Euro sehr gering, und auch der Sachschaden ist nicht allzu groß. Allein die Tat an sich gibt zu denken: Manche Menschen haben keinen Respekt mehr vor Gotteshäuser.

Die gemachten Beobachtungen in Engelschwand und die Täterbeschreibungen sind zu vage, um auf einen Zusammenhang mit dem Diebstahl aus der Sakristei am 28. April während des Konzertes zu schließen. Weiter kann man nicht wissen, ob die Fälle mit den Diebstählen in Schwörstadt, aus den Kirchen in Nollingen und in Bad Säckingen Mitte April und Anfang Mai zusammenhängen. Eines haben die Diebstähle gemeinsam: Es werden von den Tätern gezielt geöffnete Gotteshäuser tagsüber aufgesucht, und mit einem Hebelwerkzeug werden die Opferstöcke aufgebrochen. Wobei im Hotzenwald die massiven Opferstöcke im Eingangsbereich nicht angegangen wurden.

Pfarrer Bernhard Stahlberger betonte, dass es sich bei den Kapellen um schmucke Kleinode handelt, welche die Einheimischen und die Wanderer zur Rast und Meditation einladen. Trotz der Diebstähle ist es nicht beabsichtigt, sie tagsüber abzuschließen.

Die Polizei ist schlussendlich darauf angewiesen, die Täter auf frischer Tat zu ertappen und ist somit auf Zeugenhinweise angewiesen. Sie bittet deshalb um erhöhte Aufmerksamkeit. Der Polizeiposten in Segeten bittet Zeugen und Anwohner, die etwas Verdächtiges beobachten, sich telefonisch zu melden unter der Nummer 07764/9329980.