Tanja Intlekofer dominiert in Damüls

Christel Siegmund

Von Christel Siegmund

Mi, 11. März 2020

Ski Alpin

Die U-21-Landesmeisterin aus Bonndorf wird beim alpinen Deutschlandpokal Zweite und Dritte / Leo Scherer feiert Doppelsieg.

DAMÜLS. Nach ihrem Sieg im Schwabenpokal konnte die Slalom-U21-Landesmeisterin Tanja Intlekofer vom SC Bonndorf im österreichischen Damüls erneut einen Rennsieg im Deutschlandpokal für sich verbuchen. Im Riesentorlauf-Wettbewerb wurde die in Konstanz studierende Hochschwarzwälderin bei schwierigen Sicht- und Pistenverhältnissen Dritte der Gesamtwertung. Jugendkader-Kollegin Damaris Vetter vom SC Kandel fuhr auf Rang acht.

Bei den Männern bestätigte Doppel-Verbandsmeister Urs Rotkamm (SC Waldshut) seine gute Form und sicherte sich mit Laufbestzeit im zweiten Durchgang Rang drei. Emilia Löffler (WSG Feldberg) fuhr bei Tanja Intlekofers Sieg knapp 2,5 Sekunden später ins Ziel und wurde Vierte der U-18-Wertung. Dank der guten Rennleistungen von Intlekofer, Rotkamm und Lotz behauptete sich das Team I des Skiverbands Schwarzwald zweimal auf Platz drei der Mannschaftswertung. Im abschließenden Team-Parallelslalom vervollständigten Moritz Waibel und Damaris Vetter das Fünferteam.

Gleich zum Auftakt gab es ein Freilos, im Halbfinale folgte ein Sieg gegen das Team Ulm I. Im Finale gelang ein unerwarteter Triumph gegen Seriensieger Albstadt I. Das SVS-Team II mit Emilia Löffler, Bela Walz und Moritz Weis (SZ Elzach) schied im Viertelfinale aus und belegte Rang sieben der Gesamtwertung, was ebenfalls die Qualifikation für die deutsche Mannschaftsmeisterschaft in zwei Wochen am Allgäuer Oberjoch bedeutete.

Uga Express und Wallisgaden heißen die Rennpisten in Damüls im Bregenzer Wald, auf denen 115 Rennläufer der Schülerklassen zum dritten Mal in diesem Winter zum baden-württembergischen Leistungsvergleich antraten. Dominiert wurden beide Disziplinen von Laila Illig (WSV Isny) und Leo Scherer (Skiteam Freiburg), die nicht zu schlagen waren. Bei den Mädchen schnappten sich im Slalom drei Starterinnen der jüngeren U14-Klasse die ersten drei Plätze der Gesamtwertung: Hinter Illig wurde die Ravensburgerin Carina Rundel Zweite, Greta Hecht (ST Freiburg) belegte Rang drei.

Nach dreißig Zentimeter Neuschnee in der Nacht hatten vor allem die Jungen, die traditionell nach den Mädchen ins Rennen gehen, mit einer zunehmend ausgefahrenen Piste zu kämpfen. Schon im ersten Durchgang setzte sich Leo Scherer, der vor zwei Wochen seinen ersten Sieg in einem Rennen des Deutschen Schülercups gefeiert hatte, um drei Sekunden vom Rest des Feldes ab. Scherer brachte auch den Finallauf ungefährdet ins Ziel. Kevin Schmidt (SZ Bernau) arbeitete sich mit sechstbester Laufzeit im Finale noch auf Rang sechs nach vorn und war damit bester Schwarzwälder U-16-Fahrer. Beim Riesenslalom präsentierte sich die Piste eisig und erlaubte hohe Geschwindigkeiten auf dem steilen Starthang. Leo Scherer siegte erneut, allerdings nicht ganz so ungefährdet wie im Slalom. Max Kiefer verteidigte seinen Platz als Dritter auf dem U-16-Podest, Paul Hartmann fiel noch auf Rang fünf zurück, wurde aber Zweiter der U14.

Beim Deutschen Schülercup, der bundesweit höchsten deutschen Schüler-Rennserie, treten die besten zehn- bis zwölfjährigen Nachwuchsrennläufer einmal im Jahr beim nationalen Vergleich im Riesenslalom-Race-Cross und Slalom-Cross gegeneinander an. Auf den Pisten am Allgäuer Unterjoch erreichte Sophie Stricker die beste Platzierung der baden-württembergischen Starter und wurde Vierte der Gesamtwertung. Den Grundstein dafür legte sie mit ihren fünften Plätzen an beiden Renntagen und der zweitschnellsten Laufzeit im zweiten Durchgang des Slalom-Cross. Den Gesamtsieg holte sich die Oberstdorferin Lara-Marie Wies. Bei den Mädchen meisterte Gwyneth Holzer (SC 1900 Donaueschingen) den schwierigen und steilen Riesenslalomhang, auf dem es auch eine Schanze zu bewältigen gab, mit konstant guten Fahrten und wurde 23. im Race-Cross und 30. im Slalom-Cross.

Den Wettbewerb der Jungen dominierte der Oberstdorfer Max Holzinger, dem viermal die Laufbestzeit gelang. Pius Burger (SZ Elzach) lag nach dem ersten Durchgang im Riesenslalom noch sehr gut platziert auf dem dritten Zwischenrang, fiel jedoch nach einem Fahrfehler auf Rang 17 zurück. Drei Mannschaften konnte der Skiverband Schwarzwald für den abschließenden Team-Parallelslalom aufstellen, wobei die Black Panther mit Sophie Stricker, Eva Höcht, Luis Munk (Rheinbrüder Karlsruhe), Pius Burger und Maximilian Valasek das vielversprechendste Team ins Rennen schickten. Nach einem Freilos setzte sich Sophie Stricker zunächst noch gegen die erste Läuferin der Allgäuer Speedis durch, Eva Höcht musste sich dann als Zweite ebenso wie Luis Munk knapp geschlagen geben. Auch Maximilian Valasek konnte seinen Parallelvergleich nicht gewinnen, so dass die Black Panther im Achtelfinale ausschieden. Die Teams Schwarzwald zwei und drei unterlagen im Sechzehntelfinale. Es siegte das Topteam aus dem Allgäuer Skiverband.