Südbadischer Messtechnikhersteller

Testo hat die Kurzarbeit beendet

Jörg Buteweg

Von Jörg Buteweg

Mi, 14. Oktober 2020 um 18:15 Uhr

Wirtschaft

Das Unternehmen wird trotz Corona in diesem Jahr keinen Verlust schreiben, sagt Chef Burkart Knospe – auch wenn sich die Lage wieder verschärfen wird.

Der Messtechnik-Spezialist Testo mit Sitz in Titisee-Neustadt hat die Phase der Kurzarbeit mit Wirkung zum 1. Oktober beendet. Das teilte das Unternehmen mit. Dank Kurzarbeit und Kostensenkungen stehe nun fest, dass das Geschäftsjahr 2020 ohne Verluste abgeschlossen werde, selbst wenn sich die Pandemiesituation wieder zuspitzen sollte, heißt es in einer Mitteilung. Daher sei die Kurzarbeit ausgesetzt worden.

Firmenchef Burkart Knospe hatte die Kurzarbeit Anfang April angekündigt. Sie war Teil eines Bündels von Maßnahmen, um das Unternehmen aus eigener Kraft durch die Krise zu steuern. Es gehe ihm darum, nicht auf staatliche Liquiditätshilfen angewiesen zu sein, sagte Knospe damals. Testo stoppte damals auch den begonnenen Bau des Business-Hotels in Titisee und verzichtete auf eine Gewinnausschüttung. Durch Kurzarbeit wird die Firma entlastet, weil die Bundesagentur für Arbeit 60 Prozent – bei Arbeitnehmern mit Kindern 67 Prozent – des Lohns übernimmt, dazu die Sozialabgaben, die der Arbeitgeber normalerweise zu entrichten hat.