Südbadischer Messtechnikhersteller

Testo schließt seine Inhouse-Werbeagentur

Bernd Kramer

Von Bernd Kramer

Fr, 16. Oktober 2020 um 19:30 Uhr

Wirtschaft

Eine externe Werbeagentur soll in Zukunft die Arbeit der Testo-Inhouse-Agentur machen. Den Mitarbeitern der Abteilung des Messtechnikherstellers wurden Aufhebungsverträge angeboten.

Der südbadische Messtechnikspezialist Testo wird seine Inhouse-Werbeagentur, die die Marketingkonzepte umsetzt, schließen. Dies teilte Testo-Chef Burkart Knospe mit und bestätigte damit BZ-Informationen. Die Arbeit der Abteilung soll nun von einer externen Werbeagentur geleistet werden.

Knospe machte klar, dass es sich bei der Auflösung der Inhouse-Agentur nicht um einen Teil eines groß angelegten Stellenstreichungsprogramms handle. "Testo hatte zum Jahresbeginn 1806 Mitarbeiter in Deutschland an die BZ gemeldet. Diese Zahl wird Ende des Jahres 2020 sehr wahrscheinlich übertroffen. Die Mitarbeiterstatistik passt also nicht zum Gerücht, wir würden Arbeitsplätze im großen Stil abbauen."

"Testo bietet immer wieder mal in Einzelfällen Mitarbeitern attraktive Aufhebungsverträge an – entweder, weil die Vorgesetzten zu der Überzeugung gekommen sind, dass ein Mitarbeiter nicht zu uns passt, oder weil wir den Bedarf an einer konkreten Stelle nicht mehr sehen." Burkart Knospe
Zur Schließung der Inhouse-Agentur teilte er mit: "Testo bietet immer wieder mal in Einzelfällen Mitarbeitern attraktive Aufhebungsverträge an – entweder, weil die Vorgesetzten zu der Überzeugung gekommen sind, dass ein Mitarbeiter nicht zu uns passt, oder weil wir den Bedarf an einer konkreten Stelle nicht mehr sehen. Konkret betrifft das jetzt in erster Linie sechs Mitarbeiter unserer Inhouse-Werbeagentur. Hier sind wir zu der Überzeugung gelangt, dass wir durch eine externe Werbeagentur besser und kostengünstiger bedient werden können als durch eine eigene Agentur mit festangestellten Mitarbeitern." Nach gegenüber der BZ gemachten Angaben geht es um mehr als zehn Mitarbeiter, die das Angebot eines Aufhebungsvertrages erhalten haben sollen. Das wollte Knospe weder bestätigen noch dementieren.

Gewinnanteil als Kompensation für Einbußen aus der Kurzarbeit

Die Kurzarbeit sei bis auf Weiteres beendet worden, weil die Entwicklung 2020 nicht "ganz so schlecht sein wird wie befürchtet". Allen Mitarbeitern, die in Kurzarbeit waren, werde ein Anteil am Gewinn 2020 in Aussicht gestellt, der die Einbußen aus der Kurzarbeit teilweise, möglicherweise auch vollständig kompensieren werde, schrieb Knospe.