Zutiefst berührend: "Lady Macbeth von Mzensk" in München

Georg Rudiger

Von Georg Rudiger

Mi, 30. November 2016

Theater

Harry Kupfer inszeniert, Kirill Petrenko dirigiert "Lady Macbeth von Mzensk" in München.

Ein f-Moll-Akkord, vom Piano ins vierfache Forte gebrüllt – wie ein letztes Ausrufezeichen. Das Ende von Dmitri Schostakowitschs "Lady Macbeth von Mzensk" kennt keinen Trost. Kirill Petrenko lässt das Bayerische Staatsorchester hier nochmals von null auf hundert beschleunigen, ehe der Klangkörper eine beeindruckende Vollbremsung hinlegt. Der dramatische Himmel und das dunkle Wasser, das Thomas Reimer (Video) in Harry Kupfers realistischer, bildstarker Inszenierung auf die Bühnenwand projiziert, verstärken noch den finsteren Ausgang des Dramas. Hier hat sich kurz zuvor die unglückliche Protagonistin Katerina Ismailowa das Leben genommen und beim Sprung in den Tod noch ihre Nebenbuhlerin Sonjetka (kraftvoll und dunkel: Anna Lapkovskaja) mitgerissen. Ein kaputtes ...

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