Händel-Inszenierung

"Ariodante" am Theater Basel: Surreale Seelenlandschaften

Georg Rudiger

Von Georg Rudiger

Di, 15. Mai 2012 um 08:38 Uhr

Theater

Ästhetisches Bildertheater, stark beklatscht, aber ein wenig zu selbstverliebt: Opern-Debütant Stefan Pucher hat Händels "Ariodante" am Theater Basel in Szene gesetzt.

Alle Figuren in Händels 1734 geschriebener Oper "Ariodante" haben seelische Wunden. Der Titelheld zweifelt an der Liebe seiner Braut Ginevra und unternimmt daraufhin einen Selbstmordversuch, Ginevra selbst wird von der Gesellschaft ausgestoßen. Unter unerfüllter Liebe leiden auch Ginevras Hofdame Dalinda, Ariodantes Bruder Lurcanio und der Intrigant Polinesso. Die Verletzungen erscheinen wie die Risse auf der Patina der Ölgemälde, die der Videokünstler Chris Kondek in der Inszenierung von Stefan Pucher auf die Bühne projiziert.
In die opulenten ...

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