Dort, wo man Bücher verbrennt...

Fabrice Bollons und Frank Hilbrichs Freiburger "Lohengrin"

Alexander Dick

Von Alexander Dick

Mo, 23. Januar 2012 um 09:00 Uhr

Theater

Der Schwan, ja – der Schwan. Er wird Tagesgespräch sein im Städtele, denn er ist echt. Ein lebendiges Tier auf der Bühne – "wir lieben Opern mit Tieren", hätte Loriot sicher gesagt.

Das Tier freilich hat da seinen Auftritt, wo man ihn nicht erwartet, zu Beginn des dritten Aufzugs. Zum Triolen-umdonnerten Vorspiel huldigen ihm die Edlen von Sachsen und Brabant und legen ihm Eier ins Nest. Seinen ersten – Textbuch-konformen Auftritt hatte er mittelbar. Fliegend. Aber in Buchform. Vom Bühnenhimmel aus stürzt er auf zwei aufgeschlagenen Panoramaseiten hinunter – unästhetisch, aber ganz unkitschig. "Das kommt davon", hätte Heinrich Manns Diederich Heßling wohl bemerkt, hätte er dieser "Lohengrin"-Aufführung beigewohnt...

Siegt die Hoffnung –
oder der Zweifel?

Das Buch, nein – die Bücher. Der Vorhang hebt sich nach einem in lichtestem A-Dur ganz weich hingetupften Vorspiel, und statt am Ufer der Schelde befinden wir uns in einer gigantischen Bibliothek. Ein bibliophiles Labyrinth, das aber bei genauem Hinsehen eher "bibliophob" ...

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