"Toben gehört zur Schule"

Georg Voß

Von Georg Voß

Mi, 02. Oktober 2019

Emmendingen

An der Meerwein-Grundschule wurde der neu gestaltete Schulhof in Betrieb genommen.

EMMENDINGEN. Am Montagnachmittag wurde der umgestaltete Schulhof der Carl-Friedrich-Meerwein-Grundschule offiziell eingeweiht. Damit haben die rund 200 Schülerinnen und Schülern neue Spielmöglichkeiten, wovon sie auch schon reichlich Gebrauch machten. Auch die Kinder der Kernzeit und des Horts im Meerwein Kinderhaus profitieren davon.

Bisher gab es lediglich das Klettergerüst, dem ein attraktiver Kletter- und Bewegungsparcours hinzugefügt wurde. Zudem entstand unter der großen Kastanie ein Außenklassenzimmer mit Sitzelementen, die auch zum Balancieren geeignet sind. Aber auch der Schulhof wurde durch Pflastermalspiele aufgewertet. So gibt es jetzt ein Fußballfeld und farblich hervorgehobene Hüpf- und Spielfelder.

Am beliebtesten scheint eine Art Stadt-Land-Fluss zu sein. Auf einer fünfblättrigen Blume in verschiedenen Farben müssen die Kinder herumlaufen. Darauf sind die Rubriken Beruf, Name, Obst, Stadt und Tier in großen Buchstaben eingezeichnet. Und dann heißt es Stopp und die Kinder müssen auf einem Blatt stehen bleiben und entsprechend eine der Rubriken benennen. Ein anderes Spiel nennt sich Twister mit ebenfalls aufgemalten verschiedenfarbigen Feldern, bei dem es um Gelenkigkeit und Gleichgewichtssinn geht. Macht aber auch viel Spaß. So heißt es je nach Anweisung mit dem linken oder rechten Fuß, mit der linken oder rechten Hand ein anderes Feld zu berühren und so stehenzubleiben, bis die nächste Anweisung erfolgt. Außerdem ist jetzt die Tischtennisplatte wieder voll funktionstüchtig.

"Das Ergebnis kann sich sehen lassen", sagte Oberbürgermeister Stefan Schlatterer bei der Einweihung. Die Aufwertung des Schulhofs wurde durch den Elternbeirat und den Schulleiter der Carl-Friedrich-Meerwein-Grundschule Dany Peter Dehne ins Leben gerufen. "Das ist nicht selbstverständlich, dass Eltern so etwas initiieren", sagte Schlatterer. So werteten Elternvertreter, die auch die Pflastermalspiele auftrugen, Hort, Schule und Stadt den Schulhof mit diesen Spiel- und Lernmöglichkeiten auf. Dafür wurden 15 000 Euro in die Hand genommen. Von der Planung bis zur Einweihung verstrichen anderthalb Jahre. "Alle Eltern waren sofort Feuer und Flamme, um den tristen Schulhof neues Leben einzuhauchen", sagte Schulleiter Dehne. "Bewegung gehört zu den menschlichen Grundbedürfnissen. Toben gehört zur Schule. Wenn die Kinder hier toben, haben alle was davon."