Judentum

Tod in Auschwitz: Regina Jonas war die erste Rabbinerin der Welt

Annemarie Rösch

Von Annemarie Rösch

Mi, 09. Oktober 2019 um 20:15 Uhr

Kultur

BZ-Plus Die 1902 in Berlin geborene Rabbinerin Regina Jonas stritt für die Gleichberechtigung im Judentum. Vor 75 Jahren wurde sie in Auschwitz ermordet

Die Berlinerin Regina Jonas war eine Pionierin, eine Vordenkerin, eine in vieler Hinsicht außerordentliche Frau: Am 26. Dezember 1935 legte sie im hessischen Offenbach ihr Rabbinatsdiplom ab und wurde – als erste Frau weltweit – Rabbinerin. Sogar von einem "welterschütternden Ereignis" war damals in den Glückwunschschreiben die Rede, wie die aktuelle liberale Rabbinerin von Frankfurt, Elisa Klapheck, in ihrem Buch "Fräulein Rabbiner Jonas" berichtet. Bis zu ihrer Ermordung am 12. Oktober vor 75 Jahren in Auschwitz blieb Regina Jonas eine Frau, die mit Beharrlichkeit sich das Leben anzueignen versuchte, für das sie sich berufen sah. Selbst im KZ Theresienstadt rang sie darum, als ein Mensch mit Geschichte, Ideen und Würde wahrgenommen zu werden. "Sie hatte vor Auschwitz ein Leben, sie war nicht nur Opfer", sagt Sylvia Schliebe von der liberalen Gemeinde in Freiburg (Egalitäre Jüdische Chawurah Gescher), die am Europäischen Tag der jüdischen Kultur auf diese erste ...

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